Stunden zu Stunden lecundiren könne. Wann der Paroxyfmus nusienoileben, wiedenn bey denen tzuartan-Fiebern unfehlbahr über den dritten Tag,bey beneti an­dern aber offtermahls nach kaum halb verbrauchter Artzney, geschiehet,so fahret man mit dem Einneymen immer noch fort,biß man fertig ist,und führet hernach die zurückge­bliebene materiam peccantem durch eine gute Purgation aus. Andere stürmen bald anfänglich mit Purgiren und Vomiren in die Natur,wodurch sie sowohl manch- mahl eine Alteration verursachen,aber doch das Hauptwerck und die im Geblürhe st«, ckende ü^aladie nicht heben. Hier aber wird der Patiente erst von der Kranckheit be freyet, mit> die Purgation als eine Magd und Nachraumerin des Medicaments welches sonst ohne alle andere Hülffe diese Cur zu verrichten fähig ist,zuletzt gebrauchet. Daß man aber die Purgation dennoch hinten nach recommand*W,^f$kfjett>ertet^ Kecidiven,welche absonderlich bey denen^uarran-Fiebern gar gemeine sind, Vorzug beugen. Denn weiln sich bey selbigen ein so zäher Schleim befindet, welcher vor Cur fast mit keiner Purgation fortzubringen lst, so könte sich derselbe , ob er gleich

Sauerund anderevebauctte8 neue Materie zutrüge,und sich also selber verwahrlosete.s Hätte es nun iemand dergestalt versehen,so köirtedas lVledicament,welches das Sei-i mge zuvor redlich gethan,wohl nicktdavor.es wird ihn aber doch eben so geschwind vom Dem Keoidive,alsvon Der ersten Kranckhert.befreyen,wenn er die Cur zur Straffe noch einmahl vornehm en will. Die Purgation kan einer nehmen wo er will. Bey der gan- tzen Curaber ist dieses das commodeLie, daß man das geringste nicht ausstehen, oder sich gar zu zärtlich dabey halten darff; Dann wann man die Lattwerge in einer Büch­se bey sich führet,und zugesetzten Stunden seine Mefferspitze voll davon einnimmt,so kan man auch auf der Post darbey fahren , und wird quafi aliud agendo doch gesund davon. Weiln auch die Ingrediemia alle innoxia sind, und meistentheils in<^or- dialibus- 8tomacnalibu8 und Ldulcurantibu8 bestehen , so können sie auch hoch­schwangere Weiber ohne die geringste Gefahr gebrauchen,weiln sie die Frucht stärcken, und die Mntfpr zugleichdabey cu:r ^ Die Datienten bekommen auckttnen

so stärcken Appetit zum^mnvavon,daß ma/rnhum omtLxcefs offt mit grosserSorg-

falt verwehren muß. Wer sich mit tuefem Medieamento zu versorgen beliebet, der hat nicht allein einen Schatz vor sich undgute Freunde im Hause,sondern es kau einem auch aufReisen und in der Lampagnezu statten kommen. Es dauret länger als roo. Jahr,wenn man es biß zum Gebrauch in trockenen Pulvern aufhebet. Ferner ist zu Bekommen ein köstlicher ,

'^Ugen- Spiritus,

jEssen Probe man gleich in einem Augenblicke empfinden kan; Dann _ .wann man nur das äusserstedts Fingers damit benetzet,und auswendig unter die Augen streichet,so wird man seine xensrrZnre Krafft gleich im Au­ge empfinden,und wird er,wo er etwas unreines findet,dasselbe alsobald mit Thränen herausser stoßen,die entzündeten Augen kühlen, und einem gleicht den ersten Tag ein helleres Gestchte verschaffen. Wann man diesen Spiri- tum wöchentlich ein paar mahl alsounter di« Augen streichehsostärcketerdie daselbst liegende nervös oculorum,welche sonst beyalten Leuten .gemeinig­lich vertrocknen,und dahero ein blödes Gesichte verursachen , eröffnet auch durch seine durchdringende Qualität «He Obftruäiones, schärffet die stumpff

nen müssen,dieselbe wieder weglegen , undnunmehw ohne ihr Zuchun so Helle als inihrer Zugend sehen können. Ein Gläßgen von diesem Spiritu, mitwelchem man sich, wenn man es pfleglich gehrauchet, nnddasselbe nach dem Gebrauche fein feste wieder verbindet, ein gantzcsJahr behclsscnkan, kostetL-Er undistjederzeitzubekommenallhierin Dreßdenbey

Denen Mederischen Erben,

auf der Zregel-Gaße vorm Prrnischen Thorrn Lehmannischen^ause/ eine Treppe hoch/und in Leipzig bey Hr Johann George ^ochhei« mwXaupunb Handelsmann rn der Lathek.Straße.