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seltener es freudige und heitere Anlässe sind, aus denen man unsere Mitbürger um freiwillige Beisteuern bittet: mit desto größerem Zutrauen wendet sich das

Comite kür die Secularkeier der Erfindung der DuchdruckerKunst

an deren Bereitwilligkeit und vaterstädtischen Sinn. Jene Feier wird und muß in unserer Vater­stadt begangen werden. In einer Stadt, welche so vieles für die Pflege des Geistes von jeher gerhan hat und noch täglich thut; in einer Stadt, welche, wenn sie nicht die Wiege der Buch- druckerkunst gewesen ist, doch dieselbe vor vielen anderen Städten Deutschlands ausgebildet und vervollkommnet hat: in unserem Frankfurt können die Gefühle des Dankes und des Ruhmes einer Deutschen Erfindung, welche seit vier Jahrhunderten als die glanzvolle Trägerin aller geistigen Entwickelungen in jedem Fache erscheint, und der mächtigste Hebel für Beförderung des Handels und des Gewerbfleißes gewesen ist, nicht ohne Anklang seyn.

Die Einleitungen des Festes, dessen öffentliche Begehung Hoher Senat gestattete, sind ge­troffen und vorbereitet. Ihre Ausführung soll dem Standpunkte entsprechen, welchen unsere geliebte Vaterstadt unter allen anderen Deutschen Städten einnimmt. Es sollen Tage großer Erinnerung für die Bürger und Bewohner Frankfurts werden, Festtage des Bürgersinnes,. der Humanität, der allgemeinen Einigkeit für das Gute und Erhebende. Das geistige, das künstle­rische, das vaterstädtische Element werden vorherrschen, werden den hehren Erinnerungstagen die Weihe geben. Die äußere Ausstattung wird der hohen Bedeutung des Gegenstandes gemäß sein. Wie in allen unseren Einrichtungen beruht auch hier der Erfolg auf dem Gemeinsinn Aller. Wie die Wohlthaten der Bnchdruckerkunst auf Alle sich erstrecken, die für sie empfänglich sind: so ist auch keiner der Aufforderung fremd, zu der Erfinder Ruhm und Preis beizutragen. Von dem Gemeinsinne der sämmtlichen Bürger und Bewohner Frankfurts hoffen wir die Mittel zu erlangen, die zu dem öffentlichen Leben des Festes nöthig sind; Mitglieder des Comite werden in jedem Quartiere die Unterzeichnungen für die Beiträge zu den Kosten des Festes ausnehmen. Mit der größten Sorgfalt wird über die gewissenhafte Verwendung gewacht, und mit der vollkommensten Oeffentlichkeit die Rechnungs-Ablage gegeben werden.

Frankfurt am Main, den 25. März 1840.

Pas Comite kür die Secularkeier der Erfindung

der Puchdruckerknnst.

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Programm.

^as Fest der vierten Seeularfeier der Gründung der Buchdruckerkunst wird den 24. und 23. Juni gefeiert.

Am Vorabend dieses Festes den 23. Juni wird dasselbe durch Geläute der Glocken und durch Kanonen- Salven angekündigt.

Deputationen näherer und entfernterer Städte, welche dem Comite die Anzeige ihrer Theilnahme an dem Feste gemacht haben, werden von eigends dazu bestimmten Mitgliedern des Comites feierlich empfangen.