für eine so kostspielige Unternehmung finden “ in Erfüllung gegangen und ich sehe mich genöthigt, den Selbstverlag dieses Werkes zu übernehmen. Daher erlasse ich, da ich bei einem so kostspieligen, grossen Werke, wie dieses ist, mich, um die Stärke der Aufhage bestimmen zu können, der Anzahl von Exemplaren, auf deren Absatz ich rechnen darf, vergewissern muss, diese allgemeine und öffentliche Einladung zur Snbscription auf den althochdeutschen Sprachschatz.
1 In der Ueberzeugung, dass die Gelehrten meines v Vaterlandes, wie die anderer und vorzüglich der mit uns verwandten Nationen dieses der Wissenschaft unentbehrliche Werk willkommen heissen werden, in der
Ueberzeugung, dass dieses wahrhaft deutsche Nationalwerk, ein Werk, wie es keine Nation aufzuweisen hat, ein Werk, das auf das Vaterland und die Menschheit von unberechenbarem Einfluss ist, sich der Theilnahme des gesammten gebildeten Publikums versichert halten darf, in der Ueberzeu- gung, dass jeder deutsch gesinnte Mann den Ruhm und das Verdienst der Beförderung dieses Werks mit dem Staate und den Gelehrten zu theilen und durch eine ausgedehnte Verbreitung desselben seine segensreichen Folgen zu beschleunigen sich aufgefordert füllten muss, hoffe ich, dass eine zahlreiche Subscription das Erscheinen dieses Werkes möglich machen wird.
Bedingungen der Subscription.
Theils mn die Benutzung des althochdeutschen Sprachschatzes, dieses Iangentbehrten Werkes, zu beschleunigen, theils mn den Ankauf desselben nicht nur unbemittelten Gelehrten, sondern auch recht vielen Vätern zu erleichtern, die ihre, dem Jünglingsalter entgegengehendeu Söhne, mit diesem, der Erweckung und Belebung deutsches Sinnes gewidmeten, Werke beschenken und seine Einwirkungen schon den Gemiithem der Jugend nahe bringen wollen, werde ich dasselbe in einzelnen Lieferungen herausgeben, die ungefähr von drei zu drei Monaten auf einander folgen sollen, so dass, da das Werk — die Einrichtung und Abfassung meines Manuscripts lässt die Stärke desselben nicht genau vorausbestimmen — zwischen 400 und 500 Bogen enthalten wird, die Käufer desselben es in 6 — 7 Jahren vollständig in Händen haben werden.
Für diejenigen nun, die auf dieses Werk subscribieren, setze ich den Preis jeder Lieferung, die aus 45 Bogen bestehen wird, auf 1 Rthlr. fest. (Nach Beendigung des Drucks uud nach der alsdann wahrscheinlich erfolgenden Uebergabe an einen Buchhändler wird der Ladenpreis, da das Werk in gross 4., jede Seite in 2 Colmnnen getheilt, auf gutem, weissen, festen Papier, mit neuen Lettern, deutlich und anständig' gedruckt werden soll, bedeutend höher gestellt werden). Ausserdem noch gewähre ich den Subscribenten den Vortheil, dass sie, wie viel Bogen über 400 auch gedruckt werden mögen, nur 400 Bogen zu bezahlen haben. Sollte, was nicht glaublich ist, das Werk nicht 400 Bpgen betragen, so versteht es sich von selbst, dass auch weniger, und nur so viel Bogen, als gedruckt worden sind, bezahlt werden.
Da der Druck des Werkes so lange aufgeschoben werden muss, bis ich die Starke der Auflage bestimmen kann, diese Bestimmung aber von der Zahl der Subscribenteu abhängig ist, so bitte ich so schleunig als möglich die Subscription zu vollziehen und die SiibsCriptionsIisten (mit deutlicher Verzeichnung des Namens, Standes und Wohnorts der Subscribenten, da diese dem Werke, dessen Mitstifter sie sind, vorgedruckt werden sollen) mir zukommen zu lassen. Wer die gefällige Mühe übernimmt, Subscribenteu zu sammeln, erhält auf 10 Exemplare ein lltes frei. —
Berlin, den 31. März 1833. Q, Grraff,
Wilhelmsstrasse Nr. 56.
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