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dern dieAlleen äuch nicht ausgefressen, sondern aus­gehauen, und die abgeschlagenen Baume durch Ver­einigung mehrerer Menschen mit Mühe auf die Seite geschafft.

Wenn nun Hr. Or. G. solche Geräumte (wie er sie nennt) in Breiten, die über 40 bis 5 o° ge­hen, nicht bemerkt; so kann das leicht in der Run­dung des Mondes in den vorliegenden Bergen, der größer» Helligkeit und schrägen Beleuchtung der Po­larlander den geltenden Grund haben, und so erscheint auch das Ute Hauptresultat, wie das Iste als eine willkürlich von Hrn. Do. G. ausgestellte Hypothese.

In Erläuterung der Frage 111 . betrachtet Hr. Dr. G. unter A. die Geräumte als Kunststraßen im Monde und sezt alles, was darüber bereits bey II. sub 3. erwähnt ist, weitläuftig, doch nicht be­weisend auseinander, behauptet: solche große, zum Therl nur mit unglaublichem Aufwand von Arbeit - hervorgebrachte, irinerarische Kunstwerke sind ohne Civilisation der Seleniten ganz unmöglich, und hofft noch Seleniten zu sehen, jedoch nicht einzelne, son­dern wenn sie in Masse durch die Geräumte ziehen. Er will sie dann als zwey sich gegen einander be­wegende Farbabsätze, die sich vereinen und wieder trennen, erkennen, und nennt in der Note eine in diessr Beziehung gemachte Beobachtung, bey wel­cher er nur nicht auf die Bewegung Acht hatte.

Er beschreibt nun unter 6. einen unfern Städ­ten nicht unähnlichen Bau im Monde, der in 8° östlicher Länge und 6° nördlicher Breite liegen soll, in folgenden Nummern.

t) Dieses ungewöhnliche Mondgebildc fällt je­dem geübten Auge, mit dem ersten Blicke sogleich, als Kunstwerk auf.

2) Es hat von Ost nach West und von Nord

nach Süd, so weit die Kunst daran merklich ist,

einen Durchmesser von wenigstens fünf geographi­schen Meilen.

3 ) Es befindet sich beynahe in der tiefsten,

dunkelsten Landschaft des Mondes, ist selbst fast so

dunkel als dessen Umgebung im Osten, und liegt in der Nähe des Aequators; daher es sammt der

ganzen Umgegend alle- Erfordernisse zu einer außer­gewöhnlichen Fruchtbarkeit hat.

4) Das ganze Gebäude ist genau nach den Weltgegenden angelegt. (Er hat dieses nach dem Augenmaße bestimmt.)

5 ) Doch geht die Richtung der Seitenzüge desselben nicht nach Ost oder West, sondern genau nach Ost- und nach Südwest.

6) Der von Süd nach Nord gehende, einen ungeheueren geraden Wall vorstellende Mittel- oder Stammzug, und noch mehr der von Südost nach Nordwest sich richtende, die westlichen Seitenzüge einschließende Wall ist vollkommen geeignet, den dort von der ausgedehnten Gebirgshöhe aus Süd­west kommenden kalten Passatwind zu brechen.

7) Die Hauptzüge dieses Gebäudes sind ma­thematisch regulär, in Winkeln von 450 und 90^ gestellt.

8) Gegen Ost und Südost hin ist dieses archi­tektonische Ganze allenthalben geöffnet, und die beyden durch einen Kunstwall unter sich verbunde­nen großen Berghügel in Nord und Nordwest schei­nen mit jenem nicht zusammen zu hangen.

y) Das sternschan zartige Gebilde auf t>er Nvrd- ostftite weicht ganz von der sich hier als normal zeigenden Bildung ab, ist indessen doch mittelbar mit dem Ganzen ~m ununterbrochener Communi- cation.

io) Im Süden dieses Kunstgebaudes - und gleich dabey am südlichen leztcn Wallzuge, so wie im Westen, außen an den zwey großer, Hügeln, befindet sich jedesmal ein mir einer tief cingesenk- ten Centralfläche versehener Riugwall. Alle diese natürlichen. Gegenstände zeichnen sich theils durch ein zufälliges Verändertseyn, theils durch periodische Veränderungen aus, und deuten damit auf Wirkun­gen der Willkür. Er schließt nun aus der dunkeln Farbe der Kunstgebäude, die sich von der Farbe der Umgebungen nicht unterscheidet, daß die Dächer dieser Gebäude selbst mit Vegetabilien bewachsen sind, und daß die Wohnungen aus unterirdischen Gewölben bestehen, die mit dem dortigen Stoff

des Bodens überschüttet werden.

(Der Beschluß folgt.)