1042 Göttingische gel. Anzeigen

und in natürlicher Größe die kleineren Jn- sectenaugen aber auch außerdem vergrößert mit bewundernswerther Treue, Klarheit und Ele­ganz, nach den vom Verf. selbst gefertigten Zeich­nungen abgebildct sind. Von den Thieren im­mer die untre Halbkugel des linken Augapfels im Querdurchschnitt, als in welchem die Lage, Größe, Form und Verbindung der wichtigsten Theile im Auge am besten mit Einem Blick zu übersehen sind. Nur von der Oobiüs anableps ist es wegen ihres anomalischen Baues zwar eben­falls nach der Achse aber in verticaler Richtung vorgestellt.

Aber auch ein Wort insbesondere von der Isten Tafel, einem Meisterstücke in seiner Art an ana­tomischer Kunst so wie an Zeichnung und Stich. Auch nach der Richtung der Augenachsen, aber der Durchschnitt des ganzen Kopfs von ei­nem 20jährigen ausgezeichnet hübschen Tyroler Mädchen. Ein Blatt eben so vielseitig lehrreich (unter andern auch für ein Examinatorium) als lieblich. ( Das angenehme Gesichtchen con- trastirt wundersam mit den cadaverosen Delin­quentenköpfen mit Stachelbart» und verzognem Munde, wie sie auf einigen sonst gar braven anatomischen Tafeln neuerer Zeit paradiren ).

Der reichhaltige Text zeugt durchgehends von reifer umfassender Kenntniß, fo wie von großer Belesenheit, und enthält auch eine Fülle von beyläufigen zweckmäßigen Bemerkungen. Z. E. bey Gelegenheit des sonst bildschönen Kopfs der jungen Tyrolerin, von der auch hier, wie fast allgemein bemerkbaren Asymmetrie der rechten und linken Hälfte des SchedelS und Hirns in noch so wohlgeformten Köpfen, und daß die Ab­weichungen meist übers Kreuz (ckecullatim) gehen ( was Rec. immer für Eine Instanz statt vieler gegen die Gallfche Qrganenlehre an-

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