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Diese Knochenscheibchen sind bald völlig knöchern wie bei den Raubvögeln, bald mehr knorpelig, wie beiden Hühnerarten.
Das vordere fibröse Blatt der Sclerotica begiebt sich dann im ganzen Umfange über den Rand der durchsichtigen Hornhaut und bildet ein schwärzliches biegsames Ringband, das verschieden breit ist.
Die Aderhaut ist beinahe ganz der Beschaffenheit der menschlichen Aderhaut gleich, da wo sie auf den Knorpelring aufliegt, spaltet sie sich in zwei Blatter, deren äußeres dünn ist, an der Sclerotica fest hangt Nnd dann in die Regenbo- haut übergeht, das Innere aber mehrere gering vorspringende, wellenförmige Ciliarfortsätze bildet, deren Ende sehr fest der Krystallinse anhängt. Der Canalis Fontanae ist bei ihnen außerordentlich deutlich und nimmt bei Fischadlern nach Kiefer die ganze Breite der Ciliarfortsatze ein, ist vollkommen offen, ohne Zellgewebe zwischen seinen Wänden. Die Ruyschische Haut ist schwer zu unterscheiden, ihr schleimiger Überzug ist bei einigen dunkelbraunroth. Der Überzug (Tapetum) fehlt, die Ruyschi- sche Haut ist einförmig schwärzlich, und überall mit einer schleimigen Feuchtigkeit überzogen.
Die Regenbogenhaut ist sehr zart gebaut, hat gewöhnlich eine einfache und matt gefärbte Oberfläche, die in den verschiedenen Arten ins Unendliche jpielt und oft sehr lebhaft, schön gelb, roth, hellblau u. s. w. ist. Ja in demselben Individuum wechselt oft die Farbe in verschiedenen Lebensperioden. Die Traubenhaut ist so fein, daß, wenn man den schwarzen Schleim, der sie bedeckt, abgewischt hat, sie vollkommen durchsichtig ist und die Regenbogenhaut auf beiden Seiten gleichgefärbt erscheint.
Der (Eintritt der Ciliar-Gefäße und Nerven, geschieht nur an einem Puncte der Sclerotica.
Die Regenbogenhaut ist bei einigen willkührlich beweglich. Vom Papagey weis man dies schon lange, Albers bemerkte es beim Wespenfalken. Bei Letzerem sind die beiden von den Arterien gebildeten Kreise der Regenbogenhaut sehr deutlich und