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Die vordere Augenkam »ner ist an Geräumigkeit in den verschiedenen Thieren sehr verschieden. Sehr groß ist sie im Luchsauge, der Gemse, sehr gering in den Cetaceen.

Die Nerven, welche zum Auge gehen sind: der Servus oculomotorius, der sich bei allen rothblütigen Thierendemdes Menschen ähnlich findet, so auch der Nerv. patbeticus, abdu- ceus und Ramu$ ophthalmicus des fünften Paares, der seh.r entwickelt ist.

Der Nerv. opticus hat denselben Ursprung wie im Men­schen , tritt bei allen Säugethieren mit dem der andern Seite zusammen, und bildet das Chiasma, an welcher Stelle sich die innern Nervenfasern durchkreuzen, was im Chiasma der größeren Thiere: Pferd, Ochs re. deutlich sichtbar ist, und worüber besonders Dr. Johannes Müller sehr genaue Unter­suchungen angestellt hat.

Die Insertim» des Sehnerven und seine Dicke und Länge sind sehr verschieden; bei den Affen fast wie beim Menschen; der über drei Zoll lange Sehnerve des Pferdes tritt breiter werdend schief in den Bulbus; bei der Gemse senkt er sich nach außen und tief in den Bulbus; beim Elephanten fast in die Are des Auges etwas der Nase näher; bei den Cetaceen ist er fast im Mittelpunkt eingepflanzt; merkwürdig verhalt er sich beim Murmelthier, indem nämlich die Sehnerven vom Chias­ma gegen den Bulbus laufen, weichen sie seitwärts sehr stark ab, werden deutlich dicker, flacher, und beide theilen sich gleichsam in zwei Fascickeln, die jedoch nicht völlig getrennt sind, erreichen den Bulbus im äußern Augen - Winkel und über der Are (nicht unter, wie bei den übrigen Thieren) und treten dann durch eine horizontale Spalte in den Augapfel.

Sobald der Sehnerve dieSclerotica erreicht hat, zieht er sich mehr zusammen, und bildet auf seinem Wege durch diese Haut einen abgestutzten Kegel, dessen Länge mit ihrer Dicke in directem Verhältnisse steht. Bei der Aderhaut angelangt, durchbohrt er sie durch eine runde Öffnung, welche von einer mit vielen Poren versehenen Membran verschlossen ist, durch