nämliche Art Mit dem einzigen Unterschiede, daß die Gegenstände, welche sie bearbeiten, eben st) ver­schieden sind , als es die Masse der Kräfte ist, welche sie auf diese Gegenstände verwenden.- Unser Le- bxn wird durch den Kreislauf der flüssigen Theile «halten, und unsere festen Theile scheinen dazu da zu seyn, den flüssigen Schutz und Anlehnungs- Punkt zu gewahren.- Sn den feinen Geweben uns fers Gehirns, glaubt man den Mittelpunkt gefun- dM zu haben, in welchem aste Nerven zusammen laufen. Hreher kommen alle Eindrücke, von hier mrs gehen alle Geschäfte, Man kann in der Mechanik an einem Stabe von Stahl oder Messing durch einen künstlich angebrachten Zeiger berechnen, um wie viel der Stab verlängert werde, wenn er nur mit der Hand eines Menschen berührt und fest gehalten wird. Wenn nun in dem unempfindlich scheinenden Metalle durch den Zutritt von Kalte und Warme solche bedeutende Veränderungen vergehen, warum soll die Nat^r dort, wo sie das Zentrum ihrer' Werkstatte in dem Menschen' aufgeschlagen hat, nicht dir Spuren ihrer Beschäftigungen ;urücklass«n-

können«? _

Die Natur wollte den Menschen fortpflanzen, feine Existenz so lange als möglich schützen, und' in seinem Geiste ein beständiges Bestreben nach einer höhern Vollkommenheit in Regbarkeit erhalten. Dazu gehörten keine gemeinen Kräfte, und wällte die Natur ihren Zweck erreichen, so mußten diese Kräfte i'n einem siärkern Maaße vorhanden seyn, «rls das gewöhnlich höchste Bedürfnis fodert, um Nicht so leicht aufgezehrt zu werden , und' den Men­schen immer in Unruhe zu erhalten. Ware der Begattungstrieb nicht so stark, und manchmal fast unwiderstehlich in dem Menschen , wäre er nur die Folge einer kalten Besonnenheit', wo man die Freu- Ke, Kinder zu haben , und' die lästigen Nahrungs- forgen sorgfältig in' zwoy Waagschaalett legt, so würde die Bevölkerung dev Erde gewiß nicht auf de» Grad vorgerückt seyn , wie wir sie gegenwär­

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tig finden.' Warn» die Krüh« in ihren evsterr Jahren nicht so hilflos, und könnten sie wie die jungen Thiere gleich von' der Mutter davon laufen, dann würden wir auch nicht so viele Mühe darauf, verwenden dürfen, sie zu erziehen, wir würden si»' nicht so liob gewinnen, und wir würden nicht ss vieles für sie aufopfern, um in unserm Alte» Stützen an ihnen zu haden. Wären die Krank­heiten nicht schmerzhaft, wäre der Anblick des Ster­benden nicht schauererregend, die Zerstörung in dem Leichen nicht so übelriechend, und' zurückschreckend, wäre dev Hunger nicht so'peinigend, wärm die Sal­ze in den verschiedenen Speisen aus dem Natur­reiche nicht so reizend, und wäre das Essen kein» andere Beschäftigung als das Aufziehen der Uhren; wie oft würden die Menschen das Aufziehen die­ser Uhr theils aus Bequemlichkeit vergessen, theils absichtlich unterlassen, um bey verschiedenen Be­schwerlichkeiten , die sie im Leben treffen, durch das Aufhören ihrer Maschine sich von Kummer und Sorgen frey zu machen? Wären wir schon zu­frieden nur venr, was uns immer nur vor der Nase liegt, und was höchstens erfoderlich ist, unfern Ma­gen zu füllen, hatten wir keinen Wunsch nach et­was Höhern, hakten wir kein Verlangen darnach, zu wissen, was in dem Mittelpunkte der Erde ver­graben liegt, wie die Sterns laufen , und' wie es jenseits über diesen Sphären aussieht, so würden wir vermuthlich noch mit den Bären die Wälde» bewohnen, und nichts von demjenigen ahnden, das uns zu unserm Schöpfer erhebt.- ~ Wenn nun die' Natur' diese Indolenz in dom Menschen nicht, sondern die Fortpflanzung, Erhaltung und Vervoll- kommNeruttg desselben wollte, so legte sie auch' fas! unwiderstehliche Triebe in ihn, dießzu erreichen, NNb> gab ihm überstarke nicht so leicht aufz'uzehrende Kräfte, seinen Willen zu erfüllen.- Der Weis§ macht allerdings nur mäßigen Gebrauch d'avon^ Da aber nicht Jedermann weise ist, so entstehen Ley dem Uebsrmaaße dieser Kräfte freyiich zuwei-