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der Abhandlung fpreche, vorgezeigt habe, und Herr Prätovius zweifelt noch nach zwei Jahren erft an der Möglichkeit der Exiftenz deflelben! Wenn ich denn, auch auf Hrn. Prätorius Achtung für meine Wahr­heitsliebe keinen Anfpruch mache, fo hätte ihn doch die Achtung für die Akademie, welcher ich angehöre, zurückhalfen follen, ohne irgend eine vorhergehende

nähere Erkundigung auf eine lölche-Art feine auf

unrichtigen Vorderfätzen beruhende, calculirende Zwei- felfucht gegen die Exiftenz wirklich vorhandener Dinge öffentlich vorzutragen.

Man erfieht aus Allem , dafs die ganze auf ge­feilte paradoxe Idee wohl nur einem Scherze ihren JJrfprung verdankt. Ja wohl erfehe ich aus Allem von dem Herrn Verfafier Vor gebrachten, dafs er eine ganz unrichtige paradoxe Idee von meinem nicht in ei­ner Idee, fondern in der Wirklichkeit aufgefiellten Te­legraphen befitzt. Zu St. Petersburg, Paris, Genf und München kann er lieh durch eigene Anfchauung überzeugen oder durch Beauftragte überzeugen laffen, dafs mein Telegraph in keinem blofsen Modelle, fon­dern in einer zum reellen Gebrauche völlig geendigten, weder zu vergröfsernden noch zu verkleinernden Vor­richtung belteht.

Am wgnigften hätte ich demnach von einem Ober- Sachfen aus der königlichen Refidenzftadt Dresden die arge, öffentliche Unhöflichkeit vermuthet, womit Herr Prem. Lieut. Prätorius feinen gegen mich gerichte­ten Auffatz als Abfchiedscompliment befchliefst.

München, d. 4 * Februar 1812.