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„müßte daffelbe nothwendig aus dem Ganzen ge- „macht werden.** fo wird es mir klar, dafs er keinen Begriff von meinen Einrichtungen belitzt, da lieh das Seii ganz füglich entweder ftückweife, oder auch im Ganzen fertigen läfst.
Hr. Prätorius wählt zur Balls feiner Berechnung „Draht 'von No. 1. , von welchem 1 parifer Fufs 13 Gran wiegt.** Allein zehn Fufs des Drahtes, deffeü ich mich, nicht hypothetifch, fondern in der Wirklichkeit, bediene, von No. 8., fogar fclion ganz dicht mit Beide überfponnen, wiegen kaum 21 (zwanzig ein) Gran; folglich ein die Länge einer deutfehen Meile habendes, aus 27 Drähten beftehendes Seil nur t68f Pfund Silbergewicht, welches freilich nach Hrn. Prätorius Angaben und Berechnung eilf Centner wiegen müfste. Meiner neueften Vorrichtung nemlieh zufolge braucht man nur 27, nicht 35 Drähte.
Eben fo irrig ift Hr. Prä¬torius, wenn er fielt das Seil ,gvenigftens ~ Zoll ftark denkt** , welches doch in der Wirklichkeit, fo wie ich es ganz vollkommen fertig und überfirnifst vor mir habe, nur eine und eine halbe Linie ftark (beffer wohl, dick) ift.
„Nunfrage ich Hrn. S ömmerijig, (fchreibtHr. Prätorius) auf welcher Seilerbahn er fein rneilen - langes Seil aus den 35 Drähten will znfammendre- hen laufen, da man fchon zum UeberJpinnen der einzelnen Drähte zu einer folchen Länge keine Vorrichtungen hat?“ Ich antworte: dafs man weder eine Seilerbahn, noch eines höchlt nachtheiligen Zufam- mendrehens der Drähte bedarf, fondern dafs man die zufammengefafsten Drähte nur ganz leicht und weitläufig mit einem Faden zu überwickeln braucht. Auch zweifle ich nicht, dafs lieh in Dresden fo gut, als in München, zum Ueberfpinnen der einzelnen Drähte fo- genannte Mühlen befinden, an welchen durch 20, ja noch mehrere Spulen zu gleicher Zeit das Ueberfpinnen gefchicht.
Da biefige praktifche Kunfiverftändige weder das Graben eines Kanales, noch die Leitung eines Seiles fo „umjiändlich und kojtbar“ , als Hr. Prätorius, finden , fo verweife ich Hrn. Prätorius auf das Origi-