Die Absonderung. 155

beiden Seiten häufige Aeste verbreiten, doch unter verschie­denen Winkeln, diez. B. an den dicken Därmen klein, an den dünnm Därmen größer sind. Einen Sprengwedel stel- ken die rochen in Menge auö ihren Stämmchm entspringen­den Arterien der Milz vor: einen Pinsel die Arterien der Därme, Schlängelchen die der Nieren, Sterne die der Leber, Haarlocken die des Hoden, einenKreis die Arterien der Blendung im Auge. Es ist eine nicht unwahrscheinliche Vermuthung, daß dieser Bau nicht umsonst vom Schöpfer angewendet worden sey. Allein man hat noch keine hinlang- tich zuverkaßige Geschichte der verschiedenen Gefäß netze; auch laßt sich nicht von der Verwandtschaft (Aehnlichkeit) im Bau aufdie Aehnlichkeit des abgesonderten Safts schlies- sen; die Venen bilden fast gleiche Netze, um die Bewegung des Bluts einigermaaßen zu befördern, nicht um der Ver­schiedenheit der Absonderung willen.

220. Die Beugungen der kleinsten sowol arte­riösen als ausführenden Kanäle halten die Bewegung merk­lich auf, und offenbar wird der gröste Theil des vom Herzen erhaltenen Antriebs zur Veränderung dir Figur des Kanals, verbräunt. Wiederholte Beugung also einer absondern­den Arterie macht, daß sich die'zähen Theile ansammeln, und durch den Aufenthalt Zeit bekommen, sich anzuziehen. Gerade Richtung befördert die Geschwindigkeit, Menge,. Leichtigkeit, und überdies die Unreinigkeit der Absonderung/ wie man am Harn sieht.

§. 221. Auch ist kein Grund vorhanden, den klein­sten Arterien,Lmgkeichen den absondernden Mündungen eine verschiedene Dichtigkeit abzusprechen, an größer»Aesten überzeugen uns zuverläßige Beobachtungen. Je dichrev also die Haargefäße sind, um .destomehr nehmen sie blos

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