154 Die Absonderung.

Kindes viel feiner als des Erwachsenen und doch die Safte die gleichen wären. Allein waö man im Kinde Fett, Galle , Lymphe , Urin nennet, ist doch vom Fett, Galle, Lymphe , Urin des Erwachsenen gar sehr unterschieden *).

§. 218. Hieher gehört es allerdings, daß die mei­stenAbsonderungen durch Gefäße geschehen, die unmittel­bar aus einer rokhen Arterie entspringen ( 45 ). Diese Ab­sonderungen scheiden grobe, gerinnbare und wässerkgte Säfte ab, z. B. Fett, Urin, Magen - und Darmesafk. Andere Absonderungen aber feinerer Safte geschehen durch Gefäße, die nicht aus rochen, sondern feiner» Arterien ent­stehen, und deren Mündungen also nicht.allein kein Blut, sondern nicht einmal Blutwasser oder Fett oder irgend eine grobe Feuchtigkeit aufnehmen. Nothwendig müssen also rei­nere und feinere Säfte abgesondert werden, z. B. im Auge.

§. 219. Zur Absonderung tragt vielleicht auch ch was bei der Winkel, den der absondernde Ast mit seinem Stamme bildet; denn es laßt sich leicht darthun,. daß untev rechten oder stumpfen Winkeln blvs zähe und träge Theilchen aus dem Blute getrieben werden, weil die siärkern Partikel­chen die Mitte des Kanals halten. Unter Halbrechten Win­keln treten Säfte aus, die ihre Geschwindigkeit beinhal­ten. Denn glaubwürdige Männer sahen in lebendigen Thieren das Blut schneller laufen in Aesten, die unter einem spitzen, als in Aesten,die unter einem rechtenWinkel abgingen; Laß diese Winkel irgend einen Einfluß auf die Absonderung haben, lehrt uns selbst der Bau des Körpers, da wir in ei­nigen Theilen andere Winkel der Aeste mit den Stämmen, xj ofr- . in andern andere Netze finden. ^Bäumchen bilden hin und wieder die kleinen Gefäße durch ihre Stämmchen, die von

beiden

*) Man mußhiemitden rz und 227.;. -.vergleichen. Sg.

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