Die Absonderung. 153
auf, wenn die Gewalt des Herzens verstärkt wird, so, daß man schließen darf, daß sie in unzertrennbarer Fortsetzung aus den Arterien entspringen, und nicht viel kleiner, als die rochen Blutkügelchen ftyn, daher eben diese absondernde Mündungen Wachs und gröberes Talg nicht durchlassen, dünnere Flüssigkeiten aber, die man in die Arterien sprüht, gemeiniglich aufnehmen. Daher ist die erste einfachste Ab- sonderungsmaschine, wenn die Mündung einer abfondern- denOeffnung blos allein solche Theitchen aufnimmt, deren größter Durchmesser kleiner als der Durchmesser der Mündung ist. Blos aufdiese Art gefchiek/ts, daß eine gelbe Arterie einen von rothem Btut reinen Saft führen kann, daß die Harngange rothes Blut und gerinnbares Vlutwasser ausschließen. Doch ists nicht die einzige Art, weil große und kleine Thiere ähnliche Säfte erzeugen e).
§. 217. Diese Verfügung kann die abgesonderten Säfte aufvielerley Art verändern. Die feinsten Mündungen nehmen einzig und allein die äußerst feinen Säfte auf, wiez.B. dieGefäßchendes Hirns, diegröbern lassenWas- ser und Schleim, die gröbsten Fett durch. Ferner, wenn viele absondernde Organe der Reihe nach aus der absondernden Arterie entstehen, und diese größere Oeffnungen besißen, so werden die lehren Organe, die von dieser Arterie entstehen, nur allein die feinsten Säfte aufnehmen. Sind im Gegentheil diejenigen Organe, die zuerst der Reihe nach aus der absondernden Arterie entstehen, fein; so werden die letzten Organe bloS grobe Safte aufnehmen. Man hat hiegegen eingeworfen, daß die Gefäße des ungebohrnen
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nj Auch das ist kein Gegengrund, indem bei großen, wie bei kleinen Thieren, die absondernden Gefäße,
wie das auch höchst wahrscheinlich ist, nur gleich große Mündungen haben dürfen. JTT.,