152 Die Absonderung.

Indessen lege ich dasjenige vor, was bis jetzt als ausgemacht bekannt ist.

§. 214. Erstens nimmtdasBlut selbst, aus dem ein Saft abgeschieden wird, an verschiedenen Stellen eine eigene Beschaffe nheit an, so, daß in diesem Theil des Bluts sich mehrere Partikelchen von der besonder» Art finden, die in dem Safte, der an d-'el'.r Stelle abgesondert wird, die Oberhand haben sollte. In die Leber gelangt venöses Blut, das sich langsam bewegt, voll von Fett und voll vom halb faulen Dampfe der Gedärme ist. Zu den Hoden wird das Blut langsam durch gekrümmte, dünne, lange, unter ei­gnem sehr spitzen Winkel entsprungene Kanäle, fcäjtf unter ,§die Haut, an einen kalten Ort geleitet. In die Halsarterie werden wahrscheinlich schwere, geistige und dichte Theile ~ des Bluts getrieben, so, daß das Blut wässerichter wird, was in den Unterleib und die Nieren hinabkommt, und dm Speichel der großen Magendrüse ( ?ancres8), den Ma-- gen - und Darmsaft absondert.

§. 2i 5. Zweitens bereitet selbst der Aufenthalt i n den kleinsten Gefäßen das Blut zur Absonderung; hiedurch ge- «schieht's, daß nur allein der rothe und dichtere Theil des Bluts die Axe seines Kanals hält, und daß der übrige trä­gere, leichtere, weniger schnell bewegte Theil in die Seiten­äste ausgetrieben wird, die absondernden Mündungen, die zur Seite des Kanals liegen, antrifft, und ihnen vermöge seiner Zähigkeit anhängt.

§. 2i 6. Diese Mündungen sind vermuthlich ver­schieden in Ansehung ihres Durchmessers, doch immer enger, als daß sie im natürlichen Zustande rothes Blut durchlieft sen. Doch nehmen allerdings viele von ihnen rorheö Blut

auf,