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128 Allgemeine Verrichtungen

von da wieder weggetrieben werden, sich wieder rechts wen­den, und folglich alle Bluttheilchen in einer wirbelnden un­ordentlichen Bewegung herumgerollt werden. Eben die­ses Blut muß auch, indem in krumme Canäle getrieben wird, gegen die Wände stoßen, sie erweitern, und noch convexer machen. Endlich, Ln den kleinen Canälen, die nur wenig, oder nur ein einziges Kügelchen fassen, und in wel­chen die meisten, oder gar alle Kügelchen die Wand der Arterie berühren, streifen diese Kügelchen so genau an diesen Wänden hin, daß sie, um durchzukommen, nothwendig sogar ihre Figur verändern müssen.

§. 179. Die Arterien aber treiben durch ihre elasti­sche Kraft das Blut von den Wänden in die Axe des Canals zurück, und widerstreben dem drückenden Blute: und schi­cken endlich aus den Arterien einzelne kleine Massen durch die kreisförmigen Oeffnungen der kleinsten Gefäße heraus.

§. 180. In den Arterien geht also eine sehr große Rei­bung vor, sowol von den Bluckügelchen an den Arterien, als von den Arterien, die sich gegen das Blut, das ihnen wider­steht, zusammenziehen, als auch von den Bluttheilchen unter sich selbst, die verworren und wirbelnd fortgetrieben werden. Die Würkung dieser Reibung läßt sich beurtheilen aus der zähen und entzündbaren Beschaffenheit des Bluts, aus den engen Adern , aus dem starken Antrieb des Herzens, dem gewaltigen Gegenstreben der Arterien, dem drückenden Gewicht der Theile, die das arteriöse Blut in die Höhe heben muß. Dieses Reiben erzeugt Flüssigkeit, indem es bestän­dig die Blutkügelchen von der Berührung mit andern Blut- kügetchen abhält, ihrer sich einander anziehenden Kraft wir dersteht,und die verschiedenartigen Theilchen vermischt, da» mit sie zusammen verbunden flüssiger würden, wie zum Bei-

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