'der Arteriell. 12^

(aus gleichartigen Theilen bestehend), ob es gleich aus ge­mischten Grundtheilenznsammenqefttzt ist, besteht aus lau­ter Kügelchen, fließt ganz leicht durch die kleinsten Gefäße, und läßteinen flüchtigen Hauch, den wir noch ausführlicher I «h Ad beschreiben werden, von sich. In einem tobten Thiere, wo noch keine Fäulniß eingetreten ist, verliehrt es viel von seiner Röthe, sondert sich in schwerere und dünnere Theile von ein­ander, laßt keinen Hauch von sich , und aus den Venen ges Lassen germnts entweder ganz, oder größtentheils. Aber auch in einem lebenden, jedoch schwachen Thiere, dem noch einiger, aber sehr geringer Puls und Atßemzug übrig ist> erkältet das Blut zu einem merklichen Grade. ' Wenn man daher das Blut eines an leib und Seele ruhigen Menschen mit dem Blut eines sehr heftig sich bewegt habenden ver­gleicht . so findet man in letzterem eine größere Warme, eine dunklere Röthe, ein dickeres und specifisch schwereres Bluk> und eine sehr große Menge von flüchtigen Theilchen. Alle diese Erscheinungen scheinen offenbar die Würkung der Be­wegung des Herzens und Arterien zu seyn, da sie bei Ver?

Mehrung der Bewegung sich vermehren, bei Verminderung derselben sich vermindern, und bei ihrer Nachlassung aufhören.

§. 178. 'Damit man aber die Art einsehe, wie diese Erscheinungen im Blute hervorgebracht werden, so muß man die Würkung sowol des Herzens, das das Blut aus­treibt, als der abwechselnd gegendruckenden Arterien be- trachten. Das Herz treibt das Blut mit äußerster Ge­schwindigkeit fort (123 ) und schnellt es in krumme Canä­le, ohne alle Ordnung, so daß die Blutkügelchen, die am An- ju.. fange der Aorta sich zur rechten Seite befanden, nun, wenn ^ f ^ ^

sie weggesioßen sind, an den linken Theil der Arterie prellen.

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