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120 Allgemeine Verrichtungen

von dem aus dem rechten Herzohr getriebenen Blute kömmt, noch den) welchen der muskulöse Theil der Hohl- Vene (Lava) verursacht. Die Ursache scheint die zu seyn, daß das Blut, wo es zunächst aus dem Herzen kömmt, mehr als in den kleinern Gefäßen aufgehalten wird; da­her ist das Zeiträumchen, durch welches die neue Welle die Geschwindigkeit der vorhergehenden übertrifft, am Her­zen größer, in den letzten Gefäßen am kleinsten, bis eS endlich ganz verschwindet. Hieher gehört der Versuch, wo eine Sprühe, die stoßweise in einen ledernen Kanal Wasser drückt, durch einen Schwamm, der ums äußerste Ende gelegt ist, ohne abwechselnden Sprung, in einem ununterbrochnen Strome dieses Wasser hervortreibt, fer­ner ein andrer Versuch, wo eben dies geschieht, wenn man mit abgesehten Stößen Wasser durch die Arterien des

Gekröses sprüht. Denn auch alsdenn lauft das Wasser

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aus den Venen in einem ununterbrochnen Strom.

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rj §. 166. Der Puls ist das Maaß der Kräfte, die das

Herz^anwendet, weil er die nächste und vollständigsteWür« t'ft 1 kung eben dieser Kräfte ist. Daher ist der Puts, bey übrigens gleichen Umständen, selten (rarur) in ganz ge- i&Jfunöm Körpern, wo kein Reiz, keine Hinderniß, die die Stelle eines Reizes vertritt, sich findet, und das Her; frey x . und leicht sein Blut fortbewegt. Die Hindernisse, die dem -^f^^^'Blute den Eingang ins Herz nicht gestatten, muß man ausnehmen. Daher ist der Puls in Engbrüstigen selten (rarus). So ist er auch bei einem wenig empfindlichen oder schwachen Herzen, dem der gewöhnliche Reiz zurBe- würkung der Zusammenziehung nicht hinreicht, beschaffen. Einen starken Puls macht die vorhandene Anfüllung der Arterien, die mit einer großen Kraft des Herzens'verbun­den