der Arterien. 119

Ueberschuß dev Geschwindigkeit, den die vom Herzen kom­mende hintere Weile über die-vorhergehende, durch die Zu­sammenziehung der kleinern Gefäße beförderte, besitzt, im­mer geringer und geringer, bis endlich eine Stelle kömmt, wo dieser Ueberschuß nicht mehr statt findet; hier wird der Puls aufhören-, weil das vordere und das Hintere Blut mit einerlei Geschwindigkeit, folglich als ein grader Strich fortlauft. Diese Stelle wird sich nicht in. größern Arte- rien finden, denn in diesen lauft die vom Herzen neuer­dings ankommende Welle schneller, als die vorhergehende. Dies beweist das Klopfen bey einer Entzündung-, besonders in den kleinem Arterien des Augs. In den kleinsten Ar­terien aber verschwindet der Puls. Dies beweist die Gleich­mäßigkeit der Bewegung des. Bluts in den kleinsten Ar­terien, die man durchs Vergrößerungsglas oft an Frö­schen beobachtet hat. Aber auch in größern Gefäßen, die ein Sechstel einer Linie im Durchmesser haben, sieht man in lebendigen Thieren den Puls aufhören. In Venen, die man durchs Vergrößerungsglas erblickt, ist gar kein Puls mehr, auch erfolgt auf die Zusammenziehung des Herzens keine durchs Vergrößerungsglas oder andre Ver- v suche sichtliche Beschleunigung des Bluts 6).

§. 165. Auch in den Venen drückt das Blut gegen die Wände, wie uns die auf den Knochen au sgegrabenen ?

Furchen , und die Geschwulst einer unterbundenen Vene P * lehrt. Die Venen schlagen nicht, denn ich nehme weder den Puls an, der vom Athemhslm kömmt _ tj nych den, der

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dj Ein Beweis, daß cs dem Her­zen nicht allein zujuschreiben sey, daß das Blut in den Gefäßen so beständig und so regelmäßig fort-

bewegt wird; soudern daß die Ge­fäße durch eigne KraftDüs Ihrige dazu beitragen. M» k

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