der Arterien. uz

aus einem kleinern in einen größer» Zirkel, nennt man den puls, dessen Erweiterung, Oisckole, eine Ausdehnung der Arterie über den natürlichen Durchmesser ist. Diese Ausdehnung ist dem Leben eigen, und kömmt blos vom Herzen, und ist der sich selbst überlassenen Arterie nicht na­türlich. Wird daher die Bewegung des Herzens aufgehal­ten, so verschwindet der Puls, der Stoß des Herzens mag nun durch eine Ausdehnung der Arterie, oder durch ein angelegtes Band verlohren gehen: daher erfolgt auf das Durchstechen des Herzens in einem lebendigen Thiere augenblicklich ein Ausbleiben des Pulses. Die Arterie wird aber um desto starker ausgedehnt, je langsamer die vor­dere Welle fortgeht; und je größer die Geschwindigkeit der folgenden Welle gegen die vorhergehende ist.

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§. 159. Auf die Erweiterung der Arterie folgt die Zu­sammenziehung. Das Her; nemlich hat sein Blut aus­getrieben, sich vs^^eize befreit, und ruht deshalb. Die Arterie aber wird »derselben Zeit durch die Schnellkraft, die ihr angebohren ist, und die in ihren kreisförmigen Fi- bren liegt, von eben dem Reiz des fortgetriebnen BlutS gereizt und zusammengezogen, und treibt so vieles Blut aus, als sie über das mittlere Maaß ihres Durchmessers erhalten hatte. Diese ganze Menge geht entweder in kleinere Ge­fäße oder in Venen über, weil, wenn es aus dem nach- tff f'

sten Theile derAorte zurückwollte, die halbmondförmigen <,0+§ iff* Klappen der Aorte widerstehen. Sobald sie sich von die­ser Welle befreit hat, laßt die Arterie, weil sie^n un nicht geM^Mrd^ von ihrer zusammenziehenden Kraft nach, und macht sogleich der neuen Welle, die das Herz fort­schickt, Platz, und so entsteht eine neue Erweiterung.

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Hallers physiol.

§. 160.