106 Beschaffenheit des Bluts,

Schwache verbunden. Doch muß man sich inAcht nehmen, nicht gar zu sehr nach Art eines Systems die Temperamente zu bestimmen, die in der Natur nicht in vier, oder aHt, sondern in unzählige Grade getheilt sind.

§. rZ2.

im, und feuchten Boden, sie for­dert einen heitern, gemäßigten Himmelsstrich, und mäftig erbab- ne Hügel. 4) Vermehrung der Kenntnisse. Ich habe v' L die Ver­änderung bewundert, die eine ei­serne Anstrengung etwaszu lernen in Leuten hervorbrachte, die vor­dem sehr träge waren; so daß mit Vermehrung ihrer Kenntnisse ihr Temperament anflebte. 5) l-leber- siuß oder Mangel der sowol zum Leben, als Lernen, höchst nothwen- digen Dinge. Hierdurch kann es bewürkt werden, daß nach der verschiedenen Regierungsart,wenn sie Milder oder strenger oder tyran­nischer ist, die Einwohner ein leb­hafteres oder stümpferes Tempe­rament erhalten. 6) Das Alreo selbst.difGesellschaft, und öffent­lichen Aesntev, vermögen viel zur Veränderung der Temperamente, so daß man selten nach dem;6 Jahre einen reinen sanguinischen oder cholerischen Mann antrifft, der seine vorige Munterkeit bis nach dem so Jahre behielte.

Schwer ists aber zu bestimmen, in wie viele Gattungen die Tem­peramente eingetheilt, und was jedem für Kennzeichen beigelegt werden können, wenn man der Natur und nicht einer Hypothese

folgen will.Ich zweifle,daß ich glück, licher als der vortrefiiche Rämpf und Gerresheim in Entwertung der ersten Grundlinien/ seyn^v» werde.

Alle Abänderungen ( Modifica- 1

tionen, Sch«ttmmyen-derTem- .

peramente scheinen unter dem san­guinischen und phlegmatischen und (

verschiedenen dazwischen liegenden !

begriffen werden zuFönnen. 1) D« -w ['

Sanguinische also ist arisch wei­fend und unheständig, ^ zeichnet sich durch eine angenehme lebhafte Gesichtsfarbe aus: die Gefäße sind voll von Blut, und solche Leute vertragen daher meist nicht gut äußere Wärme, sind zu Entzün, dungskrankheiten sehr geneigt, und besitzen einen hohen Grad von Empfindlichkeit und Reizbarkeit! alles athmet also Wollust in die­sem Temperamente, Leib und See­le ist äußerst unruhig, sie laufen bald hier bäld dorthin, sind red­selig, bleiben nicht lange beiz ei­ner Beschäfftigung, werden bald mit jedernran gemein,weil sie leicht zu verführen sind, vergessen aber bald ihre Freunde, mit einem ge­wissen Mißtrauen gegen jeder­mann. Alle schwere Unternehmun­gen scheuen sie, und machen sel­ten große Fortschritte in den Wis- lenschaft

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