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und der Säfte des menschl. Körpers, io?

rmgere Reizbarkeit mit weniger Festigkeit rechnet man zum p hlegmatischen Temperament. Doch giebks auch ein Temperament, daß mit geringer Reizbarkeit die höchste Starke des Körpers verbindet, dies ist das Böotifche. Im melancholische n ist offenbar große Reizbarkeit mit

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Schnupfen, und einer Trägheit der Säfte geneigt macht, und was vergleichen mehr ist.

Wir haben also Ursachen genug, die selbst von der Geburt an in den ersten Keimen der Theile eine -unabänderliche Bestimmung zu Dieser oder jener Beschaffenheit oder Temperament verursachen. Eine vollkommne Verwandlung der Temperamente, die aus einem reinen cholerischen einen phleg- malischen machte, kann ich nicht füglich, so laüge diese natürliche Gesetze bleiben, gestatten. Doch gebe ich gerne zu, daß man die Temperamente einigermaßen ab­ändern könne, so daß die heftigen Anfälle einiger gemildert, die Langsamkeit, Trägheit,und Unthä- tigkeit des entgegengesetzten geho­ben wird, und ich ordne die Mit­tel, wodurch eine Veränderung vorzüglich bewürkt werden kann, nach der Klasse der. Ursachen der Temperamente. Vorzüglich zeich­nen sich aus 0 die verschiedene Be­s chaffenheit von Speise und Trank . Die thierische Diät nemlich, giebt unser« Kräften die höchste Stärke, schärft die Sinnes, und verur­sacht mitunter Wildheit, wie man an Menschenfressern, an firischfressenden Thieren, an Flei­

schern undihrenHunden,undanIä' gern deutlich steht, besonders wenn eirzM starker Gebrauch von Ge- würzen, Weinen, und Arzeney-" m &teht hinzukömmt. Die Pflan­

zen hingegen vermehren die Träg­heit der Fibern, brecken ihre Heft , tigkeit , mindern die Empfindlich- ^ keit und Reizbarkeit; mit einem Wort, sie machen phlegmatisch, *

worunter sich die Kartoffeln zunk ~ * J ' Erstaunen auszeichnen. Es wäre wichtig, bei der Erziehung der Kin­der von dieser Wahrheit Gebrauch zu machen, die Trägheit nem­lich des Leibes und der Seele durch Fleischnahrung zu heben, die cholerische Hitze hingegen und Heftigkeit durch Pflanzennah- rung zu mildern, rwi e Art der Er ­ziehu ng, de r Rensvieke und Nach ­ahmungen. Es läßt sich nicht be-

schreiben, was diese vermögen, vor­züglich in früher Jugend. Es kann daher geschehen, daß ganze Völker nur <Eiit| Temperament zu haben scheinen. ;)Rlima,Himmelsstrich, natürlicher Boden. Seltner trifft man die Munterkeit eines chole­rischen Genies, seine Behendig­keit in Ansehung des Körpers, und Scharfsinnigkeit unter einem trü­ben, nebüchten Himmelsstrich, sie bleibt gepn in einem warmen Kli­ma-

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