und der Säfte des menschl. Körpers, roz

geschen macht Vollblütigkeit; der Ueberfluß des wäßrigten Theils im Blut, ein phlegmatisches Temperament. Das cholerisch e Temperament scheint in den Saften von einer zu scharfen und alkalinischen Beschaffenheit des Bluts zu ent­stehen, wie man an Fleischgenießenden Leuten und Men-

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nur mäßig gerührt werden, daher

Was die Ursachen der Verschieb -enheit der Temperamente an- berrifft, so kommen fteylich ihrer viele hier zusammen. Ver­schiedenheit des Nervensystems, das vom Gehirfizu den einzelnNer- ven fortgehr, in Ansehung seiner verschicdenenMeNLe/, Stärke und .^Empfindungsvermögen. Allemal habe ich *) mit einem größeren Gehirn, mitgröbern unlL stärkern Nerven, nnd einer großen Em­pfindlichkeit sowol des ganzen Kör­pers, als der Sinnorganen, eine cholerische,oder cholerisch sanguini­sche Disposition beobachtet: davon hängt das leichte Gewahrnehmen der Dinge, die wir durch die Sinne empfinden, ab, und die daraus entstehende Vermehrung unserer Keuntniß und Gelehrsamkeit, fer­ner die Schärfe und Richtigkeit der Bemtheilungskraft wegen der Vergleichung vieler Ideen, und, die die Cholerischen Leutein einem so hohen Gpade besitzen: zugleich ist aber mit dieser Beschaffenheit

muß man sie vorsichtig mit Heilmit- teln behandeln, und ihnen nur: kleinere Gaben reichen. Mit einem kleinem Gehirn und sehr feinenNerr ven Habich stumpfere Sinne, und eine phlegmatische, oder phlegma­tisch melancholische Langsamkeit verbunden gesehen. Solche Leuts haben stärkere und länger anhal­tende Eindrücke der äußern Gegen­stände in die Sinnvrgape nöthig, wenn sie Spuren zurücklassen sol­len; fällen daher oft aus Mangel an Ideen kindische Urtheile,und bringen es eben deswegen selten in Wissenschaften weit;, diesen Ab­gang aber hat die Natur dadurch vergütet, daß sie geschickter sind, die Unbequemlichkeiten des Kli­mas , des Lebens und der Arbeit zu ertragen, haben daher stär­kere Arzeneyen, und in größer» Gaben nöthig. . Wie sehr sind der Mensch und ds Bewohner der nördlichen Wasser,, die Wallfischar­ten, unterschieden! 2) Die vor­

der Nerven, eine große Neigung l schiedenen Grade von Reizbae- zmn Schmerz und Zorn vcrbun- ^keit: Wo man eine sehr lebhafte den, wenn Leib und Seele auch !Reizbarkeit, die durch jeden Reiz

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Man sehe meine Bemerkungen hierüber in der Schrift von der Verschiedenheit dcs Negers vom Europäer, wo ich die Sache ander- vorgestcllt habe. ,