ioo Beschaffenheit des Bluts,

kleinere tzelbe Kügelchen zersprängen; welches ich jedoch we­der gesehen habe, noch so leicht annehmen möchte.

146. Wenn man Blut über ein Tuch gießt und es mit vielem Wasser verdünnt, oder wenn man in Wasser gegoß- nes Blut mit Ruthen peitschet^ entstehen aus dem rochen Theil des BlukShäufige, aus demBlutwasser wenigeFibrm, die ohngefahr 8 T des Bluts ausmachen. Sie kommen aus dem Leim 6), sind aber im lebendigen Thiere noch nicht er­zeugt, da sie weder das Vergrößerungsglas entdeckt, das doch die viel kleinern Kügelchen gar leicht zeigt, noch die län­gere Fibren wegen ihrer Gestalt zur Bewegung geschickt sind.

§. 147, Aus der Vergleichung dieser Versuche un­tereinander ergiebt sich dasjenige, W46 bis jetzt vom Blute bekannt ist; daß nemlich der rothe Theil (Blutkuchen) aus Kügelchen bestehe. Die Entzündbarkeit dieser Kügel­chen zeigt sich nach der Austrocknung des Blutkuchens, wel­cher Flammen fangt, und der Selbstzünder, den man aus menschlichem Blut bereitet, und daß aus ihnen der größte Theil des pechartigen Oelö, das man durchs Feuer ausdxm Blute erzwingt, entstehe, ist höchst wahrscheinlich.

§. 148. Das dem Feuerausgesetzte Blutmaffer, lie­fert fast die nemlichen Beftandtheile *)als das rothe Blut,

nem-

6) Der gerinnbaren oder vielmehr gerinnenmachenden (wie sie W. Hunter nannte) Lymphe. Ihre so große Aehnlichkeit mit denen aus entzündeten Theiien neuentsiande- nen Häuten, mit den Polypen rc. läßt sehr wahrscheinlich vermuthen, daß sie mehr zur Entstehung dieser als das Blutwassernach des Hr. v.

! Haller oben angeführterMeinung. beitrage. M.

*) Daß die chemische Analyse deS Bluts noch sehr unvollkommen ist, lehrt einen auch die Be­trachtung, daß man nicht im Stan­de ist,aus den genanntenTheilen ei­nen dem Blute ähnlichenSaft wie­der herzustellen Gg.