90 Das Herz.

weil fie unter einem sehr stumpfen Winkel entsprangen, indem man glaubt, daß sie von den Klappen der Aorta be­deckt würden *), und daß das Herz beym zusammenzie­hen erblaßte *-*). Das lege widerlegen Versuche; aus er- sterrn Grund mag vielleicht das Blut in seinem Lauf auf- gehalten oder geschwächt werden , allein der Einfluß wirh nicht gehindert, denn überall, z. B. an den Saamengefaßen und Gallengefaßen, beweist eingebrachte Luft oder Queck­silber, daß auch noch stumpfte Winkel, wenn der Kanal an­gefüllt ist, die Flüssigkeiten von ben Mündungen der Kanäle nicht zurückhasten. Allein sogar der Puls der Kranzarterien halt mit andern Arterien im thierischen Körper die gleiche Zeit, und das Blut springt aus ihnen wahrender Zusam­menziehung des Herzens mit einem größern Bogen her­vor (l2l).

§. 133. Ueber den Rückfluß können weniger Zweifel entstehen. Wes Blut der Kranzadern kehrt in die Herz­kammern und Herzohren, sowohl in die rechten als in die linken, doch in leztere etwas sparsamer zurück, ferner durch größere Mündungen 127.. 128. 129. dann durch kleinere * 30. dann durch die kleinsten 131.1« welche die Einspritzung am leichtsten übergeht, wenn man die größern Venen unterbunden hat. Dieser Kreislauf scheint in einer sehr kurzen Zeit vollendet zu werden, wegen her Schnelligkeit, die das Blut vym antreibenden Herzen selbst empfangt. Eeschicht dieser Kreislauf innerhalb einem Pulsschlage.? Ich glaube es nicht, denn die Gefäße des Herzens wer­den nicht blaß, auch nicht vollkommen ausgeleert. Zur Absetzung des Fetts ist der Weg aus den Arterien des Herzens sehr ftey. Was leisten die kleinern Venen?

(iZi)

*) S . $. irr. 126, Sg. S . 103. irr. Sg.