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Das Herz. 89 ,

^ den rechten Behälter, und in das rechte Ohr, auch in den linken Behälter, doch sind diese seltner. So sah ich eine eigne Vene aus dem Behälter im Fleisch des rechten Herz­ohrs verborgen liegen, nach obenzu gehen, gegen die Aorta und Lungenarterie, und sich von der andern Seite in die größere Krangvene öffnen: Eine andre verbarg sich zwischen der Mündung der Kranzvene und Aorta, und öffnete sich in den rechten Behälter. Eine andre sah ich Ln der Ge­gend der Spur vom ovalen Loch, und der Scheidewand beider Behälter, und in eben diesen Behälter sich öffnen, andre gehörten den venösen Klappen, noch andre anzn- führen würde gar zu weitläufig seyn. Auch habe ich eine vom linken Behälter in die Hohlader sich endigen gesehen.

§. 131. Andre kleinere Venen, deren Stämmchen kurz sind, und mit dem Messer nicht leicht verfolgt werden können, öffnen sich mit kurzen Mündungen überall kn die unzähligen Gruben der rechten und linken Herzkammer, und mit schieflaufenden Mündrmgen in beide Behälter. Man zeigt sie, durch Wasser, Luft, Quecksilber, das man nach sorgfältiger Unterbindung der Venen in die sie begleitenden Arterien, oder auch wot in die Venen selbsi bringt, nach vorgängiger Unterbindung ihrer größeren Oeffnungen. Ueberall dringen alsdenn auf dem ganzen Umfange beider Kammern, Luftbläschen, oder Tröpf­chen von gefärbtem Wasser, oder Quecksilberkügelchen her­vor, ohne irgend eine Gewalt, von der man glauben könn­te, daß sie die Venen gesprengt habe. Doch ist der Weg aus den Arterien in die linke Kammer beschwerlicher.

§. IZ2. Einige wollen behaupten, daß die Kranzarter- rien ihr Blut nicht währender Zusammenziehung des Her­zens erhielten, sondern von der sich verengernden Aorta,

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