88 Das Herz.

H. 128. E ine andere Vene, die man auch als einen Thekl - derVorigenansieht,weil beide einerley Endigung haben, steigt auf der Scheidewand und der stachen Seite des Herzens herunter, und verdient den Namen der mittleren. Eine dritte lauft queer, um die Wurzel des rechten Ohrs, und öffnet sich daher in der großen Mündung der Kranzvene (127) oder wenigstens in der Nahe dieser Mündung,und von da in die vordre Vene. Sie giebt einem Theil der rechten Herzkammer auf seiner flachen Seite Zweige, und nimmt oft, die ungenannten Venen auf, die ich sogleich beschrei­ben will.

12Q. D och giebts einige andere vordere Herz- venen, eine davon, eine größere, lauft auf dem der Spihe des Herzens nahen Thcile der rechten Kamrner abwärts, und indem sie eine schiefe Richtung nimmt, und eine Zeit- lang zwischen den Membranen fortschleicht, endiget sie sich in den vordersten Theil des rechten Herzohrs, biswei­len auch in den öbern Stamm der Hohlvene. Diese Vor­dre Vene schickt eine andre verborgene durch die Wur­zel des rechten Behälters, die durch die Substanz selbst des Herzohrs bedeckt fortwandert, und indem sie sich zum zweytemnal in die große Kranzvene heftet, vollendet sie den venösen Kreis ums Herz , auf die nemliche Art, wie andre Schriftsteller einen arteriösen, mir aber unbekann­ten beschreiben.

JL 130» A ber es finden sich noch viele andre, an Zahl und Ort unbestimmte Venen, die dem tiefern, gewöhnlich nicht untersuchten Theile der Basis deö Herzens gehören, und zwischen den Anfängen der großen Blutgefäße verbor­gen liegen. Sie öffnen sich mit zahlreichen Mündungen in

den