Das Herz. 87

Auch beweisen es die Pulsadergeschwülste, und die durch die Kraft des Herzens geborstenen Arterien, und die gro­ßen Gewichte, die zugleich mit dem menschlichen Körper durch die Zusammenziehung des Herzens in die Höhe ge­hoben werden.,

§. 126. Das in die Aorta getriebne Blut trifft unterwe- ges die beiden Mündungen, der Kranzarterien an, die nahe an den Klappen der Aorta, doch etwas höher liegen,^ und von ihnen nicht bedeckt werden können, laust vor allem in sie hinein, und so versorgt sich das Herz selbst mit Blut. Solcher Arterien findet man immer zwey, die aus dem Herzen unter einem mit dem Stamm stumpfen Winkel hervorgehen, die rechte zwischen, der Aorta und Lungen- arterie, die .obere und linke zwischen denr linken Ohr und der Aorta. Alle die äußern Arterien begleitet vieles Fett. Eben so wenig als in andern Arterien finden sich an - ihnen Klappen. Diese Arterien verbinden, ßch zwar durch kleine Aestchen allenthalben in der Gegend der Scheide­wand, und Spitze des Herzens; einen vollständigen Kranz aber ums Herz bilden sie nicht. Sie endigen sich auf eine doppelte Art.

§. 127. Erstens endigen sie sich in Venen, deren Zweige neben den Arterien als Begleiter laufen, deren Stäm­me aber nothwendig einen andern Weg nehmen. Die linke Arterie wird folglich von der großen Rrauzvene beglei­tet, welche zur linken Seite der Eustachschen Klappe sich ins Herzohr mit einer großen, mit einer Klappe, oderauch mehrern Häutchen bedeckten, Mündung ergießt, längs der Wurzel des linken Blutbehälters fortläuft, Md die auf der Oberfläche Legenden Aeste der rechten Arterie begleitet.

F 4 §- *2?.