Das Herz. 85

genug angenommen ist, wenn man zumal bedenkt, daß aus den kleinsten Arterien im lebendigen Thiere das Blut mit Heftigkeit strömt; obgleich endlich nicht leicht ausge­macht werden kann, der wie vielte Theil am Pulse der Zusammenziehung des Herzens gehört, und doch durch Veränderung dieser Zahl die ganze Rechnung gar sehe verändert wird: so erhellt doch so viel, daß es eine kräf­tige Maschine ist, die wir das Herz nennen. Hiermit stimmt die Erfahrung überein, die uns beweist, daß es sehr schwer ist *) durch eine anatomische Aussprützung alle »j '

rochen Gefäße, und daß es ohnmöglich ist alte kleineren ^ ^ anzufüllen, da doch das Herz durch seinen Trieb mifs Blut nicht bloö langsam alle große, kleinere und die klein- ^ 8 * f sten Gefäße ausdehnt, sondern überdies noch mit einer großen Geschwindigkeit das Blut fortschafft. Auch in klei-

nere Gefäße treibt das Herz das Blut, so daß man ab- .

wechselnde Sprünge deutlich bemerkt; auch in die Venen und endlich in die Gefäße kleinerer Art, da in kaltblüti­gen Thieren und dem im Ey enthaltenen Hühnchen wei­ter keine Kraft vorhanden ist, die das Herz beym Trieb durch diese Gefäße unterstützte; und ich aus sehr kleinen Arterien einen Sprung einige Fuß hoch, und eine Para« bel beschrieben gesehen habe, deren Höhe vier Fuß, die Weite ihres Wurfs sieben Fuß betrug, und Zeugen vor­handen sind, die das Blut, aus der Aorta bis zw ölf F ^ -w-

hoch herausspringen gesehen haben. 7 pp

§. 125. Ferner muß man bey Schcrhung der Kraft des Herzens in lebendigen Thieren bedenken, wie viele der

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*) Etwas muß doch darauf ge-rnen. Dennoffenbarqcratherr künst? rechnet werden, daß die Gefäße liehe Anfülinngen besser in Kör- vorgangig nicht wohl vom Blur^vern, die an Verblutung gestorben besonders an denöthigsten! sinh. SZ.- Htellen leer gemacht werden kön'