84 Das Her;.

Herz das Blut fortbewege. Neuere Schriftsteller, haben die Rechnung so eingerichtet, daß ste, um die Geschwin­digkeit zu bestimmen, folgendes annehmen: Aus der Herz­kammer kamen zwey Unzen mit der Geschwindigkeit, daß derjenige Theil des Pulses, den man die Zusammenziehung nennt, innerhalb dem Drittel des ganzen Pulses oder m 22; einer Minute geschähe. Die Fläche der Mündung der Aorta schätzten sie 0^4187. ^ndem sie also den Raum, der von den zwey Unzen Blut ausgefüllt wird, (3.31g Zoll) mit der Fläche der Mündung der Aorta dividirten, und diese Zahl, die Länge nemlich der cylindrischen Aorta, diedie zweyUnzenBlut einnehmen*=--7 f multi-

plicirt durch 225, oder die Anzahl der Pulse, fanden sie 149/0 Schuh für den Raum, den das Blut in einerM nute durchliefe, wenn es nemlich mit der Geschwindig­keit fortliefe, mit der es aus dem Herzen getrieben wird, und wenn es durch eine cylindrische Arterie flösse. Das Gewicht des Bluts, das auf dem Herzen liegt, schätzten sie aus dem Sprunge, mit dem das Blut im lebendigen Thiere aus einer größer« Arterie dringt, auf yl Fuß und aus dem Verhältniß der Fläche der Herzkammer (15 Zoll). Also kamen 1350 Cubiczoll Blut, oder 51 Pfund und 5 Unzen, die gegen die zusammengezogne Herzkammer drückten. Das Herz aber treibt diese 51 Pfund mit einer solchen Schnelligkeit fort, die innerhalb einer Minute 149 . Fuß durchläuft, und das 4800 mal in einer Stunde.

§. 124. Obgleich hier vieles zum Grunde liegt, das weder ausgemacht ist, noch jemals ausgemacht werden kann; obgleich die ausgedehnte Mündung der Aorta im , lebenden größer, und die Ausmessung der Fläche der Herz­kammer ungewiß, und der Sprung vielleicht nicht hoch

genug