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Das Herz. gZ

Herzohren, deren Nerven nicht gedrückt werden, z. B. bei Fischen, und dem Hühnchen, wo keine Zusammen­drückung der Nerven statt findet. Wollte man es von den Kranzarterien herleiten, so widersprechen auch hier Versuche, denn sie werden durch die Klappen der Aorta nicht bedeckt, und das Blut dieser eröffneten Kranzar­terien springt zur Zeit der Zusammenziehung des Herzens mit einem großem Bogen heraus»

$. 122» Auch verbinde ich nicht mit den Kräften (Reizbarkeit) des Herzens eine Schwingung (oder Zit­tern) der feinsten Gefäße, welche durch Versuche wider­legt wird c): auch nicht die Kräfte der äußern Wärme, da in der Kälte des äußersten Nordens Thiere leben und mun­ter bleiben : die Contractilität der Arterie, das Gewicht der Theile und der Atmosphäre unterstützen das Blut m Erweiterung des Herzens; widerstehen ihm aber in der Zusammenziehung, so daß durch die sich zusammenziehen könnende Arterien der Lauf des Bluts um nichts mehr befördert wird *), als in den steifen Arterien der kleinsten Thiere 6 ).

§. i2g. Man hat verschiedentlich drüber gestritten, mit welcher Geschwindigkeit, und mit welcher Kraft das

F 2 Herz

0 Hierin hat der Herr von Haller nicht wenige von den neu­ern Beobachtern gegen sich. M.

*) Doch hat sich Kramp be­müht zu beweisen, daß die Con- tractilität der Arteriell den Blut- fortgang in ihnen merklich be­fördere.^^

d) Niemand kann ohne Ver­wunderung sehn, wie sich Hr. von Haller hier und im ifio $. m

verspricht, wo er alle Beweise für die sehr bedeutende Mitwürkung der Arterien zusammen anführt. Wer öfters die stundenlange Dauer des Kreislaufs vom Blut in Frö­schen bemerkt hat, nachdem das Herz ausgeschnitten -der besser abgebunden worden, wird sehr für diese Mitwürkung gestimmt werden» M.

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