Das Herz. 81

Mut aus, und nachdem es vom Reiz befreiet worden, ruht es> und wird schlaff. Ist'ö nun schlaff, so wird es durch die Zusammeuziehung des Ohrs, welches der nemli- che Reiz des venösen Bluts reizt, angefüllt, da die fort­währende Würkung des Herzens und der Arterien beständig Blut ins Herzohr treibt. Daß sich dies so verhalte, beweist die Beobachtung, wo man in einem geschwächten Thiere die stufenweise Anfüllung und Zusammenziehung der Vene, deöOhrS, des Herzens, der Arterie leicht unterscheidet; noch überzeugender sieht man '6 in Thieren, die nur Eine Herzkammer haben, z. B. in der Schildkröte, dem Frosch, der Schlange, in Fischen, dem im Ey enthaltenen Hühn­chen, welches statt des Herzens blos einen gekrümmten Kanal besitzt. Ferner bestättigt dies die Ruhe des Her­zens nach Unterbindung der Venen, und die Bewegung des Herzens, wenn man die Unterbindung löset (falls man sich auf diese Erscheinung verlassen darf). Zuverlässig be­stätigt dies eingebrachre Luft oder Feuchtigkeit, die be­ständige Zusammenziehung des Herzens eines Frosches um eine emgebrachte Luftblase, welche es abwechselnd viele Stunden lang in das Ohr schickt, und abwechselnd wieder aufnimmt. Zuerst fangt die linke Herzkammer zu ruhen an, dann das Ohr ftlbiger Seite, dann die rechte Herz­kammer, dann das rechte Ohr, darauf die Lungen- und Hohlvenen. Die Bewegung, die man der Hohlvene zu­schreibt, gehört dem Ohr, welches in beide Hohladern das Blut zurücktreibt, das das abgestorbene Herz nicht mehr aufnimmt.

121. Ich glaube auch nicht, daß noch etwas wei­ter erfodert werde, als die beständige Einbringung eines Reizes, auf einen höchst reizbaren Theil, Denn selbst -Hallers physiol. F noch