Zo Das Herz.

ist ausgemacht, daß das Herzohr vor dem Tode mehrma­len in ein Zittern gerath, ehe auch nur ein einzigesmal das Heh selbst seine Zusammenziehung vollendet, und daß die Bewegung des rechten Herzohres noch fortfahrt, wenn das linke schon ruhet. Das Ohr macht mit dem Behälter einen (gemeinschaftlichen) Sack, und wird mit ihm zur nemlichen Zeit angefüllt, und zur nemlichen Zeit ausgeleerk'

§. 119. Aber man könnte fragen, warum das Herz mit unausgesetzter Bewegung, so viele Jahre im Leben, so viele Tage im Jahre, endlich mit so vielen Schlagen in einer Stunde, deren bei einem gesunden Menschen nicht viel weniger als 5002 gerechnet werden können, sich zu­sammenziehe, und keinen Stillstand mache, sondern daß ohne Ende auf die Anfüllung die Zusammenziehung, auf diese eine neue Anfüllung in einer bestimmten Ordnung folge, und daß es niemals von einer so großen Arbeit, die ein andrer Muskel kaum wenige Stunden lang aushielte, ermüdet oder schmerzet. Verschiedene werden verschiede­nes antworten, was sie von dem Druck der Nerven zwi­schen den großen Arterien,- von derAnfüllung des Herzens, die mit der Anfüllung der Kranzarterie abwechselt, u. s. w. hernehmen *).

§. '20. Allein mir scheint die Natur äußerst einfach zu verfahren. Das Ohr wird angefüllt, wenn es schlaff ist, durch die Muskelkraft der nahe liegenden Venr; das Herz wirö auf gleiche Weise zusammengezogen, wenn es das Blut, welches das Herzohr hereinbringt, reizt. Es wird, nachdem das Blut erhalten hat, durch seine Reizbar­keit, und den Reiz selbst, durch den die Fibern zur Zusam­menziehung gebracht werden, zugeschnürt, es leert sich vom

Blut

Mau vergleiche hiemlt das Ende des rrr jf. ©jy.