78 Das Herz.

die Axe zusammen, ferner gegen die Grundfläche, ins dem der Kegel, woraus das Herz besteht, sich seiner Ba­sis nähert. Da'nun die Klappen eine gleiche Einrichtung haben, so spannt das Blut den venösen Ring zwar aus, entfernt den rechten Theil der Klappe von der Mündung der Aorta, die er verschloß , öffnet sich diese Mimdung/ drückt die in dieser Mündung befindlichen halbmondförmi­gen Klappen gegen die Wände der Aorta an, und durch diese Arterie mit der heftigsten Gewalt heraus. Dies zeigt der Augenschein im lebendigen Thiere, Und die ver­mehrte Erweiterung der linken Kammer, wenn sich eine Hinderniß in der Mündung der Aorta findet.

i t6. Die Klappen der Aorta sind nicht sehr von den Klappen der Lungenarterie verschieden: nur sind sie im Verhältniß ihrer größer» Mündung ebenfalls größer und starker, und seltner fehlen ihnen die caüösen Knötchen. Auch sind sowol die O.ueer - als die aufsteigenden Fasern dieser Klappen ein wenig sichtlicher.

§. 117» Auf die ZufammenziehuNg des Herzens folgt die Erschlaffung oder Erweiterung: es wird nemlich leer, schlaff, weich, nimmt seine vorige Lange wieder an, die Kammern weichen von der Scheidewand zurück, die Grund- fiäche von der Spitze. Da aber das Blut in den Öhren vor den Kammern allenthalben bei der Hand ist, dringt es in die Zwischenräume der venösen Klappen, thut die entgegengeseßten Wände auseinander, und macht zu glei­cher zeit das Herz nach allen Seiten zu weiter und lan­ger. Aber auch die Herzohren, wenn sie sich von dem erhaltenen Blut befreiet haben, erschlaffen, und ihre ent­gegengesetzten Wände fallen zusammen. Eben diese Herz­ohren füllt das sich in den Hohl - und Lungenvenen an-

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