die linke Kammer getrieben (112). Dieses i st der kleinere K reislauf des Bluts, den viele der Alken (62) kannten/ und welchen die vermehrte Erweiterung der linken Zungen- Venen, der iungengefaße und der rechten Herzkammer bey verstopfter Mündung der linken Kammer beweisen.

§.114. Die linke hintere oder obere Rammer * J ) ist die ursprüngliche, und bey vielen Thieren allein vor­handen, und macht von dem Halbkegel des Herzens den­jenigen Theil aus, von dem ich sagte, daß er stumpf wäre (9 l). Sie ist enger als die rechte, etwas langer 114fr dicker, kleiner überhaupt als die linke. Sie halt ohngefahr zwey Unzen Wasser, da die rechte bis drey Unzen hält. In- nerhalb ist ihr Bau auf ähnliche Art netzartig, doch feiner, ebenfalls auch-in der arteriösen Mündung glatt, ihre Kraft ist aber starker-weil sie aus einemsehr viel, beynahe dreimal dickern Fleisch besteht. Die Scheidewand des Her­zens gehört größtentheils der linken, doch auch in etwas der rechten Kammer, sie ist gleichfalls durchaus netzför­mig doch undurchbohrt, und laßt keine Flüssigkeit aus der einen in die andere Kammer durchgehen f 4 ).

§. 115. Auch diese linke Kammer, wenn sie von dem eingetriebenen Blut berührt wird, zieht sich durch eben die Reizbarkeit, deren ich oben(ioz) gedachte, zusam­men, treibt durch eine heftige Bewegung ihr Blut gegen - die

50 Ich würde sie lieber, wegen der aus ihr entspringenden Aorta, die Kammer der Aorta nennen.

54) Unter die seltenern (wenn wir sie nicht kränkliche nennen wöl­ken) Varietäten, rechne ich den doppelten Ausgang aus der Lun- genkammer in einem siebenjähri- genMädchen. Kurz unter derMün- düng der Lungenarterie führte ei­

ne andere etwas kleinere Oeffnung in den arteriösen Gang des Äo- rallus, der sich in die Aorta senkte, der Gang selbst war voll­kommen offen, wie er nach der Ge­burt zu seyn pflegt, die Aorta be­kam also 7 Jahr lang Blut aus beiden Kammern, doch ohne Be­schädigung der Scheidewand»