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rechten weitern, langem, der hinter der Aorta queer in seine Lunge gelangt. Aus beiden entstehen nach vielfacher Theilung der Zweige sehr.kleine Aestchen, von denen ein Theil eine wafferigte Feuchtigkeit in die ZeLlchen der Lunge auöhaucht, ein Theil in Venen übergeht. Daß diesen Weg das Blut nehme, beweist^ der Bau. und ^eine Unterbindung, welche, indem sie das Blut zwischen dem Herzen und der Lunge zurücke halt, die Arterie ausdehnt; di?Po- lypen (Blutpropfen), welche, indem, sie die Mündung der Lungenarterie verstopfen, die rechte Herzkammer ungeheuer aufschwellen, ja endlich bersten machen, indem die linke Herzkammer leer bleibt; ferner die^Einsprüßung, die gar leicht Wasser, Gallerte oder Milch aus der Lungenarterie in die Vene und den linken Theil des Herzens treibt. Den Zusammenhang selbst aber, der zwischen den Arterien und Venen stattffndet, kann man durchs Vergrößerungsglas in Fröschen beweisen.
h. 109. Das Blut, das einmal in die Lungenarterie gegangen ist, kann nicht ins Herz zurückfallen, denn die Klappin (i 06) haben das Maaß, daß sie durch ihre Entfaltung vollkommen die Mündung im Herzen schließen, und sind dabei so stark, daß eine weit größere Anstrengung, als die Zusammenziehung der Lungenarterie bewirkt, sie nicht überwinden kann. Jedoch werden bisweilen von einem starken Anstrengen die zusammengezogenen Arterien callös, oder eine von den Hauten wird zerrissen, und Knochenmaterie in die Verdoppelung ergossen. Indem nemlich das Blut durchs Zusammenziehen der Arterie ge- gens Herz zu zurück will, trifft es die offenen Mündungen der segelartigen Raume an (107), begiebt sich in selbige, dehnt die Klappen aus, und zwingt
sie