Das Herz. 73
konisches, aber auch aus zwei geneigten Ebenen zusammengesetzten Körperchen, das man bisweilen schon im neugebohrnen Kinde bemerkt, so daß der Rand, der ausserdem die Gestalt eines Mondes bilden würde, nun zwei kleinere Monde vorstellt. Zwischen den zwey Hauten dieser Klappe erscheinen einige muskel-oder sehnigte Fibern, die aus dem öbern und dem fester» untern Rande der Klappe -entspringen, zumTheile Hr queech liegen, zum Theil auch - die Klappe an die nahe Wand des Herzens befestigen, und bisweilen Zwischenräume nach Art eines Rehes übrig lassen. Andere steigen von der Grundfläche auf, heften sich in das kallöse Körperchen, ziehen die Klappe zurück, und öffnen den Behälter.
§. 107. Jede dieser Klappen bildet mit der daselbst ein wenig aufschwellenden Wand der Arterie einenjgegen daS Herz zu verschlossenen, nach oben zu aber offenen parabolischen Raum, wie ich dies von den Klappen der Venen gezeigt habe (94). Indem also das Blut aus dem zusam- mengezogenen Herzen gegen die Achse der Herzkammer gedrückt wird, tritts in der Richtung dieser Achse aus, und dringt wie ein Keil zwischen den Klappen durch, drückt ihre freien segelartigen Ränder gegen die Wand der Lungenarterie, und fließt frey aus. Dies beweist der Bau, die Einsprühung / die Unterbindung und die erweiterte rechte Herzkammer, wenn nemlich verstopfte Lungen ihre Entleerungen nicht gestatten.
§. ic>8. Das m die Lungenarterie aufgenommene Blut macht ferner durch die Lungen seinen; Kreislauf. Diese Arterie theilt sich zuerst in zwey Aeste, in einen linken, kleinernkürzcrn, der sogleich in seine Lunge tritt, uiifc einen
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