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Das Herz. 71

kürzer, und zieht sich gegen die Basis zusammen. Bei^dke- ser Würkung schwellen die Muskeln im Innern des Her­zens an, und drücken das Blut, so wie den Finger, den man einstsckt, zusammen. Daß aber das Herz sehr genau ausgeleert werde, beweist sowohl der Erfolg, die augen­scheinliche Bläffe in Thieren, die ein weißes Herz haben, z. B. Ln Fröschen, Hünern, rc. rc. als die innere Oberfläche, / /^ Ui

die voller Erhabenheiten ist, die in Furchen passen, und - netzförmige, dicke, durch Gruben unterbrochene Fleisch­bündel hat. Uebrigens schlagt die Spitze nach Art des Halbmessers eines Zirkels, indem sie sich nach vornechreht, in der Gegend der fünften oder sechsten Ribbe, an den nahen Theil des Herzbeutels und der Ribben, und wird überdies von dem linken venösen Blutbehälter, der sich vorzüglich zu der Zeit anfüllt, nach vorne getrieben. Bei einem heftigen AuSathmen erhebt es sich ziemlich stark nach oben und vorne zu. Beides bestätigen Versuche.

§. iO4. Das Blut des zufammengezogenen Herzens (iog) sucht allenthalben einen Ausgang. Indem aber die Zusammenziehung von den Wänden des Herzens kömmt, und das Blut Ln die Achse der Herzkammer drückt, treibe der Theil des Bluts, der sich zwischen dem venösen Ringe (9z) und den Wänden des Herzens befindet, den Ring vor sich her, und dehnet nach innen zu seine freyen Endi­gungen aus. Da nun dies rings um jenen Ring geschieht, wird er ausgedehnet, wirft einen Theil des Bluts ins rechte Herzohr zurücke, der nemlich in den Kegel der geöffneten Klappe herunter gestiegen war, verschließt sodann die ve­nöse Mündung um desto stärker, je heftiger die Zusam­menziehung des Herzens ist, und würde ohne Zweifel die dreizackigten Klappen in das Herzohr zurückwalzen, wenn

E 4 nicht

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