Das Herz. 69

§. 101. Doch daß noch eine.andere Ursache *) statt­finden müsse, zeigen uns die bei allem Reize der Nerven im lebendigen Thiere ungestörte Bewegung des Herzens, die selbst nach den größten Verletzungen des Kopfes, des kleinen Gehirns, und des Rückenmarks übrig bleibt, ja sogar nach der Herausreißung des Herzens aus der Brust, vorzüglich bei Thieren, bei denen verstopfte Lungen den Kräften des Herzens nicht widerstehen; ferner selbst die so sehr lebhafte Kraft des Herzens im ungebohrnen Kin­de vor Ausbildung des Gehirns, und in Thieren, die kei­nen Kopf haben. Auch kommen alle Versuche darin über­ein, daß das Herz auch, ohne eine Empfindung des ster­benden oder auch schon gestorbenen Thieres, wenn es durch eine Bähung, Dampf, kaltes Wasser, oder Gift gereizt worden, und vorzüglich wenn man Luft, eine wäs- strigte Flüssigkeit, Wachs oder Blut in dasselbe treibt, oder einen electrischen Funken anbringt, sich sogleich zu­sammenziehe, und alle seine Fibern in eine heftige starke Bewegung versetze, die sich bald über das ganze Herz er», streckt, bald nur auf einen Theil desselben einschrankt.

102. Diese Unverträglichkeit aber gegen einen Reiz liegt so tief in den Fibern des Herzens, daß sogar, wenn es beinahe schon! abgestorben ist, dennoch an verschie­denen Stellen gleichsam aus strahlenden Puneten Run­zeln und Bewegungen, die sich ringsum forterstrecken,

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Wenn man hiemit das eilfte Kapitel, vorzüglich den 400 ver­gleicht, so wird man sich überzeu­gen, daß Haller hier schon. ' 101 und den foIgeji&eflrf |7 sei ne Theorje^üstk^teMuskel?rLste kstet, nach der er nemlich

die nervöse (Empfindlic der eigentlichezErrskelkrasi(Reiz- barkLit-^ttskexscheidet, welche be- kÄmcklich viele neuere Physiolo­gen nur für Eine und ebendie­selbe Kraft halten. Sg.