58 Das Herz,
lert verdickt wird, und gleichfalls zu Zasern und einetn Zellgewebe in Krankheiten zusammeugcht, wenn sie sich mit der Lymphe, dk aus allen Stellen des Herzens und des Herzbeutels ausschwitzk, vermischt. Dieser Hauch kömmt, ohne, irgend sichtbare Drüsen oder eigene Löcherchen aus den uuöi hauchenden Arterien des Herzens, des Herzbeutels und der Herzohren. Dies beweist das Äusschwißen des Wassers -der Leims, den man in die großen Arterien treibt^
§. 8Z. Der Nutzen des Herzbeutels ist, den Dunst und das Herz einzuschließen,. damit es etwas festes hätte, wogegen es als eine Stütze seine Fibern bei der Bewegung am zöge, und die großen Gefäße bei eben dieser Bewegung nicht auseinander trennte, noch bei veränderter Lage des Körpers frei hangend schlotterte. Es haben ihn daher alle Thiere, die ein wahres Herz besitzen. Der wasserigte Dunst feuchtet das ungemein warme, heftig bewegte Herz an, und hindert das Reiben undVerwachsen mit dem Herzbeutel; trocknet der Dunstaus, so hangt sich der Herzbeutel ans Herz, entweder an einer Stelle oder durchaus, so, daß er gar nicht dazu- seyn scheinet *).
§. 84. Ein Herz gab die Natur den meisten Thie- ren **), vielen Insekten und Würmern; andere haben keü
*) S. oben die 42 Note. Sy.
44) Das Herz der vollkommenen Thiere kann in. Ansehung seiner Höle und der den Hölen entsprechenden Gesäßein zwey Klaffen ad- getheilt werden. Denn diejenigen, denen wahre Lungen zum Äthmen und zum Kreislauf fehlen, haben nur ein zrveyfqchrig Herz, welches aus einem Behäl-
nes,
ter, der die Vene aufnimmt, und einer Kammer, die eine Arterie fortschickt,, besteht, wie bei den Fischen und fast allen Amphibien der Fall ist. Mit wahren Lungen aber, die viel Blut aufnehmen, ist allemal ein vierfächrig Her^ verbunden, das aus zweyen Behältern, denen eben so viel Venen entsprechen, und zweyen Kammern,
die
1