durch die Arterien und Venen. 5*
etwas größer«, welche zwey durchlaffen. Ein schwammig- tes öder anderes Gewebe zwischen den Arterien und Venen findet sich durchaus nicht. Das lehret das Vergrößerungsglas und Einsprützen ■, weil die eingesprützte Materie sich zu unförmlichen Massen bilden würde, wenn sich ein Zellgewebe zwischen einer Arterie und einer Vene befände.
72. Es ist also der Kreislauf des Bluts von jedermann unter die Wahrheiten in der Heilungskunde ausgenommen worden. Alles Blut nemlich des menschlichen Körpers wird durch die Aorta vom 'linken Behälter des Herzens in die gegen die äußersten Theile gerichteten arteriösen Aeste geführt: Alles Blut geht in die kleinsten Venen über, von da in die größer«, durch diese in die großen und die Hohl - oder Skammvene bringt es ins Herz zurück, und diesen Gang wiederholt es ohne Unterlaß.
73. Doch giebtsFälle, wo durch Leidenschaft, oder eine schleunige Ableitung, die ein starkes Aderlaß verursacht, oder durch einen Krampf, das Blut aus kleinern Arterien in größre zurücktrit. Auch auf der andern Seite hat man aus den venösen Stämmchen, wenn sich oberhalb der Klappen ein Hinderniß erzeugte, das Blut in die kleinsten Aest, chen zurücktreten gesehen. Allein dies dauert Meist nur kurze Zeit, und bald geht alles wieder seinen natürlichen Gang. Nur scheints, daß diese Zufälle im Unkerleibe und in der Pfortader am häufigsten Vorkommen.
§. 74 . In den mit Klappen versehe
nen, nach dem Herzen zu führenden Gefäßrn , erhellt die ffo natürliche Richtung durchs Unterbinden und die Beschaffen-^ heit der Klappen. Denn ein jedes unterbundnes Wa^er- gefäß schwillt zwischen seinen kleinern Wüczetchen und dem
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