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durch die Arterien und Venen. 49
66. Zweytsns konnten auch die Unterbindungen am lebenden Körper einen augenscheinlichen Beweis*) abgeben. Wenn die Venen des Knies, des Arms, des Schienbeins, durch Kunst oder Zufall unterbunden sind, schwillt das Glied unter dem Bande an, die Venen dehnen sich aus, strotzen, und wenn man sie öffnet, dringt das Blut mit Gewalt heraus. Von allen diesen Erscheinungen ist keine einzige über dem Bande zu bemerken, und gar keine Venen lassen sich sehen. Dasselbe ereignet sich, wenn knotigte Eingeweide, und angeschwollene Drüsen die Vene zusammendrücken. Voq zu einer festen Masse geronnenem Blute entstehen oftmals in den großen Venen Geschwülste. Eben dieses Unterbinden halt das Blut in dem gebundenen Glieds zurück, daß es nicht zum Herzen zurückfließen, und durch eine Wunde in einem andern Theile verlohren gehen kann.
§. 67. Die an lebenden Thieren angestellten Versuche
find noch genauer. Ich habe sie zum Theil selbst gemacht, und es erhellet daraus, daß die Unterbindung einer jeden Vene, welche zu der Hohlader, oder einer von den Lungenvenen gehört, verursacht, daß der Theil, der vom Herzen entfernter ist, als das Band, anschwillt, durch das unterhalb dem Bande zurückgehaltene Blut ausgedehnt wird, hingegen über dem Herzen zusammenfällt, und erblaßt.
* Endlich wenn sowohl die Arterien als Venen unterbunden sind, fallen die Venen zusammen, füllen sich aber gleich wie- iu» Der an, sobald man die Unterbindung löset. , . ,
§. 68. Desgleichen MM-mtmGifte^vderArzneyen,—
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*) Man vergleiche hiemit 59.
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