46 Die Bewegung des Bluts

den Tod, theils die äußerste Bläffe aller Fleischtheile, nicht nur des verletzten Gliedes, sondern des ganzen Körpers verursacht hat. Von der Verletzung der Arterie der Na- senhöle, des Zahnfleisches, der Finger, der Zähne, ei­nes Schweißloches der Haut, dem Thranenpunkte, von der Wunde von einem Schröpfeisen, dem Biß eines Blutigels hat man traurige Folgen gesehen. Es müssen also Wege vorhanden seyn, wodurch das Blut so schnell aus den Ve­nen in die Arterien kömmt.

§. 6i\ Daß ferner das Blut m den Arterien vom Herzen ab zu den äußersten Theilen fließe, beweiset das Vergrößerungsglas, und ein bey lebendigen Thieren um die Arterien gelegtes Band ,9 ). Eine jede Arterie, wel­che man unterbunden hat, schwillt zwischen dem Herzen und dem unterbundenen Theile an, zwischen dem Bande und dem übrigen vom Herzen entfernten Theile aber wird sie leer, schlägt an dieser Stelle nicht, und giebt auch eben daselbst, wenn man sie öffnet, kein Blut. Eben das, was ein Band künstlich ausrichtet, thuN Krankheiten, drückende Geschwül­ste, (Pulsa?ergeschwulst) ihre eigene kränkliche Ausdehnung, welche die Bewegung, die vom Herzen kömmt, unterbricht. Man hat an den mehresten Schlagadern diese Versuche ge­macht, ich selbst habe sie auch attgestellet. Eine doch nur

schein-

ftn, sollte man die Bildung, den Mechanismus und das Verhältniß der halbmondförmigen Klappen, zwischen den beiden großen Arte­rien und den Kammern, die man in Hllen Säugethieren bemerket, nickt vergessen; denn diese verhin­dern durchaus den Rückgang des Blutes aus den Arterien insHerz.

rung starker Leute bestättigt ge- funden, nemlich vhngefähr7Fuß, doch mit dem Unterschiede, daß in zwei Beispielen das Blut aus den Arterien der Wirbelbeine höher sprang, als das aus den Drossel- arrerien scgrvriäes ).

19) Unter den Gründen, welche den wahren Gang des Bluts aus dem Herzen in die Arterie bewei-