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Die Gefäße. 31

ner dritten Art entstehen, welche wieder gradweise Gefäß- chen von einer dritten noch kleinern Art erzeugen? Es scheint dagegen der leichte Durchgang von Blut, Queck­silber, Wachs, in die ausdünstenden Adern, in die Harn- und Fettgefäße und in die Lungenbläschen zu streiten. Auch der fehlerhafte Uebergang des Bluts in die Milch und Waffergefäße und Thränengänge scheint zu leicht zu erfol­gen, als daß man noch ein System von Mittelgefäßen, deren Mündung enger als ein Blutkügelchen wäre, und durch welches doch in solchen Fällen das Blut vorher flie­ßen müßte, annehmen könnte. Auch kann man es deswe, geil nicht zugeben, weil bey dieser Einrichtung sich die Säfte in denEGefäßerl von der dritten Art schon zu lange aufhal­ten, und noch immer mehr verzögern müßten, je kleiner die Gefäße würden.

§. 46. Die Venen sind den Arterien in vielen Stücken ähnlich, sie haben sechs Hauptstämme, von denen zwei der Aorta, viere der Lungenarterie entsprechen. Sie haben ebenfalls ihre Grundfläche an den Kammern des Herzens, und ihre Spitzen in jedem äußersten Zweige, am ganzen Umfange des Körpers, eine einzige Ausnahme in der Leber abgerechnet. An den meisten Orten laufen sie als Beglei­ter parallel, und neben den Arterien. Aber sie sind doch in verschiedenen Dingen von ihnen verschieden. 22 )

§. 47. Die zurückführende Blutadern oder Venen sind von dünnem Gewebe, ganz glatt, und lassen sich nur mit Mühe Ln Hauke trennen; die innerste derselben ist der

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er) Man sollte eigentlich 7 Stäm­me von Venen zählen, denn die Pfortader überbringt ihr Blut erst nach soviel Umwegen in die Leber-

denen, daß man sie allerdings als einen großen Hauptstamm ansehen muß.

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