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Die Gefäße.
che, der Harnröhre, der weiblichen Ruthe (clitork), der Warzen an den weiblichen Brüsten, wird selbst im natürlichen Zustande reines Blut ergossen. Sollte nicht eine jede Abscheidung in wahren oder hohlen (cryptue) Drüsen mit dieser Einrichtung der Natur in den ausdünstenden Arterien Verwandtschaft haben? f)
H. 44. GieLt es allenthalben nun im menschlichen Zw Körper Gefäße, die aus rochen erzeugt sind, aber einen Jl yj' ftincrn Saft als Blut führen, und Kanäle bilden, die wie- noch andere kleinere Gefäße hervorbringen? Es fehlt
ön ^eyspielen, welche diese Meinung einiger großen Männer zu unterstühen scheinen 2 '). Allerdings ists sehr Wahrscheinlich, daß sich ein wässeriger Dunst aus den ktei- stf* "^E^nen Gefaßchen abscheidet, die von den farblosen Schlagas
entspringen. Beynahe ausgemacht ists *), daß die rothen Gefäße in der
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grauen Masse des Gehirns einen Saft abscheiden, welcher durch das Hirnmark mittelst eine r andern Art G efäße fließt. Ein gleiches lehrt die Rose, oder die gelbe Entzündung, wo gelbe Kügelchen in kleinere Gefäße gedrungen sind.
§. 45. Giebt es aber deswegen gelbe Arterien von einer zweyten Art, aus denen lymphatische Gefäße von einer
schreibnng des Herzens hören Werren. nt. \
t) ohrrstreitig, und das ist ex- halatio glandulofa. Hl.
/«*-•— 21) Ich habe einen neuen Ursprung
! ,L V 'J • von Blutgefäßen- wo vorher keine sichtbar waren, ohne allen Widerspruch, gesehen; in der Augenentzündung fdhemofis) ist es eine be- , kannte Sache. Ich habe eine sehr schone Beobachtung bey einer Frau
über ein solches Netz von Gefäßen an der innern Oberfläche der har-^ ren Hirnhaut gemacht, wo die Schilddrüse, ihrer Größe wegen, die Kehlvencn gedrückt, und dadurch den Rückgang des Bluts aus dem Kopfe gehindert hatte. Eben das ereignet sich auf den Lungen, der Leber, und andern Cingeweidcn.
*)Der vorhergehende Satz ist doch wol gewisser, als dieser. Sg.