2§ Die Gefäße.

bald blos für Eine«. Eine größere Arterie endigt sich nie in eine Vene.

§. 40. In den Eingeweide« findet man nicht eigentlich wahre Netze von kleinen Arterien, sondern eine Mannig­faltige Einrichtung. Bald findet man häufige Aeste, die am Stamme parallel herunter laufen, bald sind sie wie Pinsel, Bäumchen, Schlangelchen, Zotten, kurz nach der Verschiedenheit der Theile verschiedentlich gestaltet *).

§.41. Eine andere Endigung der Arterien ist die, wenn sie in Gefäße kleinerer Arten übergehen. Diese sind bisweilen unmittelbare Fortsetzungen derArterien und wah­re Stammchen, wie man an der Augenschlagader (srte- ria ophthalmica) durch Verfolgung der Arterien in der Gefäßhaut des Auges, des Ringes in der hintern Flache der Blendung und den farbelosen Arterien auf der vorder« Flache der Blendung sehen kann. Ein gleiches zeigen die rothen Aestchcn eben der Augenarterie, die auf dem Weißen des Augs ein Netz bilden; denn daß diese unzertrennlich in ein durchsichtiges aber arteriöses Netz übergehen, bewei­sen die Entzündungen, die Rothe dieser Theile, wenn sie von Dämpfen oder Schröpfköpfen erschlafft werden, und das Aussprühen. Wegen dieser Beschaffenheit wird durch Kunst leicht ein rothgefarbter Saft in diese kleinere Ge­fäße getrieben,

42. An andern Stellen scheinen k^ine Gefäße aus den Stammen der kleinsten rothen Arterie gleichsam wie Zweige, seitwärts, abzugehen, die kleiner als ihr Stamm

sind.

*) rnn vergleiche hiemit den 219 f. wo dies noch ausführlicher ge­schildert wird. Sg.