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nen, sind doch ursprünglich mit spitzen Winkeln entstan­den, als die aufsteigende Arterie des Schlundes splisr^n^er afcendens), die heruntersteigende des Gaumens (pslatinz ZefLenäens), des Nabels, der Brüste, und die Ernahrungs- arterien der großen Knochen. Uebrigenö entstehen sehr häufig die großen Äeste unter einem kleinern, die kleinern ! Zweige unter einem größern Winkel. Selten vereinigen sich zwey Arterien, wenigstens größere, in einen Stamm, doch hat man ein Beyspiel an der Arterie, die aus den Arterien, die in den Halswirbeln hinaufsteigen, zusam­menfließt ;^bey den kleinern dagegen findet man solches \ häufig, als bey beiden Arterien des Rückenmarks (fpina- ' lis) und des Seitenbeins (arteria foraminis fyncipitolis)» Krümmungen trifft man an vielen Stellen häufig an, so, daß mit alternirenden stumpfen Winkeln dieArrerie wellenförmig sich fortschlängelt. Am häufigsten geschieht dies, wo der Diameter des Theils, zu dem die Arterie geht, miteinem- male ansehnlich zunimmt, als in den dicken ^oarmen, der Gebärmutter, dem Gesicht, der Milz, den Lippen, der Blendung des Augs. Arterien, die sonst grade sind, nehmen Schlangenkrümmungen an, wenn sie zu stark aus­gedehnt worden. An manchen Stellen drehen sie sich

t fr*' schnell und machen eine starke Windung, wie die Halsar- ierie in der Gegend des Zitzenfortsahes.

§' 38. Häufig vereinigen sie sich durch mittlere Zwei­

ge, so daß ein Äst aus der Arterie hervorkommt, der einem ähnlichen Ast einer nahen Arterie begegnet, und mit ihm Ln einen Stamm zusammenfließt. Dies geschieht an großen Zweigen in den Gedärmen, an Aesten von mittlerer Größe in der Gebärmutter, der Niere rc., an kleinern Zweigen überall. Solchergestalt g'ebt es am ganzen Körper keine

Stelle,