Die Gefäße. 2;
ja nicht einmal in Einer und ebenderselben Arterie, beständig einerley. Erstens ist dieses Verhältnis dicht am Herzen sehr klein, aber es nimmt zu, jemehr sich die Arterien vom Herze entfernen, Zweytens ist in einem satten, voll- -
blutigen Thiere, wo das Blut frey und reißend durch die Arterie rinnt, das Verhältniß der Wände zur Mündung klein, aber größer bey einem hungrigen, abgezehrten Thiere, wo das Blut sich schwach bewegt,
§. 37. Aus jedem Arterienstamme entspringen Aeste, aus diesen wieder kleinere Zweige, die sich außerordentlich vermehren,, daß man kaum ein Ende findet, und wol eine zwanzigmalige Abzweigung (Zerzweigung) gewahr wird.
Nimmt man die Mündung zweyer AHe zusammen, so ist sie immer größer, als die Mündung des Stammes, ohngefähr anderthaibmal so groß, oder etwas weniger, so, daß das Verhältniß der Zweige größer ist. Bey den Haargefäßen gilt diese Regel nicht, denn die Summe ihrer Zweige ist nicht größer als der Durchschnitt ihres Stammes, Die kleinste Arterie, welche nur ein Blutkügelchen durchläßk, hat beynahe eben den Durchmesser^ als das Kügelchen, nemlich ein Dreytaufendtheil' eines Zoll? Jeder Stamm wird oberhalb der Vertheilung etwas weniges weiter, Die Winkel, unter denen die Aeste abgehen, sind mehrenkheils spitzige, Halbrechte, oder beynahe Halbrechte Winkel, eine Richtung, in der ein Wurf am weitesten trägt. Rechte oder beynahe rechte Winkel $ frcuu . bilden die Arterien der Lenden und der Rippen. Stumpfe Winkel machen die Krauzadern des Herzens, die Arterien am Rückenmark aus den Wirbelbeinadern, viele Arterien JiTr der Hände und Füße,, als am Schienbein und Arme. * Aber die mehresten, die in stumpfen Winkeln zu laufen schei-
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