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Mer, Zellgewebe,
§. io. Die Blättchen dieses dichtem Zellgewebes ver, wachsen zusammen, werden von der Gewalt der auf ihnen liegenden Muskeln, von den sie ausdehnenden Säften, und noch durch andere Ursachen, zusammengepreßt, und so entstehen nun im menschlichen Körper breite Flachen, welche theils im Ganzen gradelinigt sind, und eigentlicher Membranen genannt werden; theils sich zu Cylindern oder Kegeln zusammenwickeln, und durch welche als durch Röhren Safte rinnen, und den Namen Gefäße erhalten; theils andere Hölen auskleidend, in Ebnen, die sich selbst parallel sind, verbreiten, und alsdann Bekleidungen (tuvicse) heissen. Daß auch diese Bekleidungen aus Zellgewebe bestehen, beweiset der Augenschein und vorzüglich die Einwässerung der Aorta, der Haut, des Herzbeutels, der festen Hirnhaut (6urs memnx)." Die Bekleidung der Muskeln ist ganz augenscheinlich zellenartig und andern Bekleidungen ähnlich; die innere Haut des Hodensacks (dartos) und die saftige Membran der Gedärme wird durchs Aufblasen leicht in ein Zellgewebe verwandelt; desgleichen die feste und dicke Membran der Balggeschwülste, die im bloßen Zellgewebe entstehen. Das Zellgewehe der Haut wird allmahlig gradweise aufs festeste verdichtet, und bildet die eigentliche gegen das Oberhaut- chen gekehrte wahre Haut, welche alsdenn in das lockere unter der Haut sich befindende mit Fett gefüllte Zellgewebe übergeht.
§. ii. Die Gefäße, welche'die Haute durchziehen, ssnd blos dazukommende Theile, und machen nicht dm" N«sr einer Membran aus, sondern werden nur der aus dem Zellgewebe erzeugten Membran hinzu gefügt. Wenn man die Zwischenrau mchen im feinen Netze der Darmge-
faße