Ist Reizbarkeit und Nervenkraft der Muskelfasern also einerley? oder sind die in verschiedenen Sinnorganen (außer dem allgemeinen Vermögen zu empfinden und zu schmerzen), zu so mannigfaltigen Verrichtungen modificirte Nerven in den Muskelfasern zur Spannung oder zur Hervorbringung der zusammenziehenden Bewegung oder Reizbarkeit modificirt? Denn i) es ist einerley, um die Reizbarkeit rege zu machen, ob man den Reiz auf den - Muskel selbst, oder an seinen Nerven bringt. (§. 17. §. 24.) Man berührt im ersten Falle gleichsam nur den Nerven naher, im andern entfernter. 2) Es ist einerley, ob man, um die Reizbarkeit zu hemmen, Mohnsaft an den Muskel selbst, oder an seinen Nerven bringt. Z) Wird die Reizbarkeit eines Muskels durch Mohnsaft in dem Verhältnisse der Menge seiner Nerven geschwächt. Das Herz hat unter den Muskeln äußerst wenig oder keine Nerven, folglich wird es auch, wenn diese Nervenkraft geschwächt wird, am wenigsten geschwächt. 4) Reizbarkeit und Empfindlichkeit werden durch dieselben Ursachen erhöhet und geschwächt. Je jünger der Mensch, desto empfindlicher ist er, aber auch zugleich desto reizbarer. 5) Drückt, unterbindet, durchschneidet und zerstört man den Nerven, der zu einem Muskel gehört, so wird dieser Muskel nicht