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gehen, besteht für sich, und kommt nicht vom Hirne. (Nervenlehre 266. 209.)
§. 42.
Am Herzen und Darmcanale sieht man, "daß die unwillkürlichen Muskelfasern i) leichter, 2) länger als die willkührlichen, und 3) unaufhörlich, ohne alle Ermüdung ihre Reizbarkeit äußern, oder sie werden durch schwächere Reize in Bewegung gebracht, und äußern diese Bewegung bey einem mechanischen Reize selbst noch eine Zeitlang nach dem Tode, ja nach der Trennung vom Körper; wenn andere Muskeln durch keinen mechanischen Reiz mehr rege gemacht werden können.
Wenn andere Muskeln ohne Ermüdung, und selbst ohneSchmerzen kaum stundenlang wirken können, so zeigt das Herz sich unaufhörlich, vom ersten Augenblicke des Lebens an, bis zum letzten ununterbrochen, Tag und Nacht hindurch unermüdet wirksam.
§. 43 .
Mohnsaft auf einen Muskel unmittelbar, oder auf seinen Nerven, oder aufs Hirn gebracht, mindert anfangs seine zusammenziehende, lebendige Kraft oder Reizbarkeit, bis er sie endlich, wenn er in hinlänglicher Menge angewendet wird, gänzlich tilgt 7 .
7) S. Nervenlehre §. 103.